Pilgerexpedition zum heiligen WeltenbergReise Nr. 658 Der heilige Berg Kailash in Westtibet lockt seit Urzeiten Pilger und Abenteurer. Über einen Pass in West-Nepal betreten Sie mit unserer Expedition zu Fuß dieses sagenumwobene Land mit seinen unvergleichlichen landschaftlichen Schönheiten, seiner schier unendlichen Weite und seinen mystischen Orten. Für Hindus, Buddhisten, Bön und Jainas stellt der Kailash gleichermaßen das Zentrum des universellen Mandala dar. Der Kailash ist ihr 'Weltenberg', weltlicher Spiegel der zentralen Achse des Kosmos. Eine pilgermäßige Annäherung und Umrundung (Parikrama) dieses Bergs lohnt der Mühen und Strapazen, die mit einer Reise auf diesen Höhen verbunden sind und ist vielleicht das beeindruckendste Erlebnis einer Reise auf das Dach der Welt. Ein solches Unternehmen bietet tiefe Einblicke in die ursprüngliche tibetische Kultur und Spiritualität sowie wunderbare Natur- und Landschaftserlebnisse. Die Höhepunkte dieser Expedition sind, neben dem Kailash und den heiligen Seen Manasarovar und Rakastal, sicherlich auch der Canyon von Tholing und die Klöster von Tsaparang im alten Königreich Guge, ganz im Westen Tibets. Wir werden uns der Kailash-Region auf dem alten Pilgerweg durch Nordwest Nepal bis Purang nähern, und damit den Spuren von Govinda und ungezählten Pilgern folgen. Ein faszinierender Zugang, der diesen Touren auch einen Pioniercharakter verleiht und das besondere Erlebnis ermöglicht, sich der weiten westtibetischen Landschaft zu Fuß zu nähern, den letzten Pass aus eigener Kraft zu überwinden. Unsere Kailashreisen wollen dieser Erfahrung durch eine bedachte Verlaufsplanung Raum und Zeit geben. In jeder Hinsicht eine Reise, die weit über die eigentliche Reisedauer hinaus wirkt ... Reiseverlauf:1. Reisetag: AnreiseFlug Frankfurt - Kathmandu 2. Reisetag: KathmanduAnkunft in Kathmandu. Wenn Zeit ist, können Sie den Sonnenuntergang schon von der nah gelegenen Svayambunath Stupa über Kathmandu erleben. Einführung und gemeinsames Abendessen. Übernachtung in einem schönen Mittelklassehotel (in der Regel Hotel Vajra). 3. Reisetag: Die große Stupa von BoudhanathEin Tag in Kathmandu zur Vorbereitung und Einstimmung. Einen ersten Vorgeschmack auf die tibetische Kultur erhalten Sie in Boudhanath mit seiner großen Stupa und den zahlreichen tibetischen Klöstern. 4. Reisetag: Kathmandu – NepalgunjFlug von Kathmandu nach Nepalgunj, im Tiefland nahe der indischen Grenze, Übernachtung in Napalgunj. Evtl. am gleichen Tag Weiterflug nach Simikot (2.910 m). Dieser Flug in einer kleinen Maschine ist witterungsabhängig. Falls Sie Simikot an diesem Tag nicht erreichen, übernachten Sie im Hotel in Nepalgunj. BEGINN DER SECHSTÄGIGEN WANDERUNG NACH TIBETFalls wir schon morgens in Simikot sind, starten wir bereits an diesem Tag mit dem Trekking nach Dharapuri. Der Weg führt uns auf einen Hügel oberhalb des Dorfes Simikot. Von dort geht es steil hinunter zum Karnali-Fluss. Wir campieren an einem schönen Platz am Fluss bei Dharapuri (2.330 m). (ca. 3 ¾ Std). Falls wir erst am an diesem Tag von Nepalgunj abfliegen können, übernachten wir in Simikot. Dort steht der Rest des Tages zur freien Verfügung, zum Ausruhen, Akklimatisieren oder für Spaziergänge. Simikot ist die Distrikthauptstadt von Humla, dem "Wilden Westen" Nepals. Die abgelegenen Täler sind noch immer Handelsrouten nach Tibet. Schafe tragen Reis nach Tibet mach Nepal. In Simikot und Umgebung leben Thakuris, nepalesische Hindus. Die meisten Händler und Bewohner nordwestlich von Simikot sind aber Bhotias, vom Tibet her eingewanderte Buddhisten. 6. Reisetag: Trekking nach KermiWalnuss- und Pfirsichbäume säumen den Pfad, der entlang des Karnali-Flusses nach Kermi (2.650 m) führt. Hier wohnen vor allem Bhotia-Buddhisten. Oberhalb des Dorfes sind heiße Quellen und ein kleines Kloster. Der zum Teil steile Weg zieht sich durch einen Tannenwald über einen Hügel (2.990 m) hinunter zum Sali Khola. Camp beim Fluss in Sali Khola. (ca. 3 ¾ Std.) 7. Reisetag: Trekking nach KeimWalnuss- und Pfirsichbäume säumen den Pfad, der entlang des Karnali-Flusses nach Kermi (2.650 m) führt. Hier wohnen vor allem Bhotia-Buddhisten. Oberhalb des Dorfes sind heiße Quellen und ein kleines Kloster. (4,5 Std.) 8. Reisetag: Trekking nach YalbangGompa Ein schmaler Weg geht entlang des Flusses Salli Khola durch Yalbang (2.890 m) bis zur Yalbang Gompa. Langsam nehmen die tibetischen Einflüsse zu. Die Bevölkerung der Dörfer ist meist tibetisch mit buddhistischem Glauben. Hier campen Sie. Mit ein wenig Glück können Sie um 16 Uhr die abendliche Puja im Kloster erleben. (ca. 6 Std.) 9. Reisetag: Trekking nach ToreaÜber Yangar (2.850 m) und Muchu (2.920 m). erreichen Sie heute Torea (ca. 3.100 m). Unterwegs begegnen Sie immer wieder Salzhändlern, die mit Schafen und Ziegen ihre Ware nach Nepal transportieren. Bauern pflanzen auf dieser Höhe noch Hirse, Kartoffeln und Gerste an. Camp in Torea. (ca. 6 Std.) 10. Reisetag: Trekking nach Yari Sip (3.700 m)Nach der Brücke steigt die Pilgerroute an. Auf einem herrlichen Höhenweg gehen Sie nach Yari (3.670 m), der letzten Siedlung auf nepalesischem Gebiet. Ausblicke zum Saiphal Himal (über 7000 m hoch). Die Landschaft wird karger und erhält tibetischen Charakter. Ihr Camp liegt 1 Stunde oberhalb von Yari, nahe des Nara La Passes. (ca. 6 Std.) 11. Reisetag: Über den Nara La nach Tibet – PurangEin leichter Weg führt nach Sipsip (4.300 m). Sie erreichen den Nara La (4.580 m). Vom Pass aus genießen Sie den ersten Blick auf das tibetische Hochland. Auf einem eindruckvollen Weg gelangen Sie hinunter zum Karnali-Fluss (3.720 m) . (ca. 6 Std.). Eine neu gebaute Stahlbrücke markiert den Weg nach Tibet. Hier erwartet Sie die tibetische Crew. Nach den Zollformalitäten fahren Sie mit Jeep und Lastwagen weiter nach Purang (ca. 1 Std.). Unterwegs besuchen Sie das erste Kloster in Tibet in Khojarnath. Die Handelsstadt Purang (3.800 m) liegt am Karnali- Fluss in der Nähe der Grenze zu Nepal und wird auch Taklakot genannt. Sie wird von der alten Pilgerroute über den Lepu Lekh-Pass nach Indien berührt. In ihren Bazaren werden tibetische Wolle, Schafe, Yaks sowie eine bunte Auswahl chinesischer, indischer und nepalesischer Waren gehandelt. In der interessanten Stadt treffen sich Nomaden, Khampas, Nepalis und Chinesen. Auf einer Anhöhe über der Stadt sind die Überreste der einst glorreichen Simbiling Gompa zu sehen. Übernachtung in einem einfachen Gästehaus in Purang. ENDE DES TREKKINGS NACH TIBETKurz hinter Purang sehen Sie zum ersten Mal das Mandala des Kailash von einem Aussichtspunkt: Links der „Mondsee“ Raksastal, rechts der „Sonnensee“ Manasarovar und in der Mitte erhebt sich die Pyramide des Kailash. Sie fahren weiter nach Tirthapuri, mit seinem Kloster, in dem schon Padmasambhava meditierte. An diesem schönen, klassischen Pilgerort mit seinen heißen Schwefelquellen ist noch der Atem des alten Tibet lebendig. Hier bleiben Sie 2 Nächte - Zeit zur Betrachtung, mit den Pilgern zu wandern, zum Meditieren. 13. Reisetag: Tirthapuri - Pilgerort in der Weite WesttibetsFür die tibetischen Gläubigen ist neben der Umrundung des Kailash und des Manasarowar Sees ebenfalls der Besuch des heiligen Ortes Tirthapuri ein wichtiger Bestand einer Pilgerreise. Ein schöne Kora führt rund um den Klosterberg. Sie besuchen die Mediationsorte des Padmasambhava (Guru Rinpoche) und haben ausreichend Zeit zu einem wohltuenden Bad in den Schwefelquellen des Ortes. 14. Reisetag: Zum grossen Canyon von TholingDie Fahrt führt uns heute durch faszinierende Landschafte zu den Canyons des alten Königreichs Guge. Entlang des Fluß Sutley soll sich das Zentrum des mythologischen Shang-Shung-Reiches befunden haben. Bekannte Autoren sehen hierin das legendäre Shangri-La, das Paradies im Himalaya, an welchem buddhistische Mönche die geistigen Schätze der Menschheit bewahrten. Am Nachmittag erreichen Sie Tsaparang, wo Sie von den Ruinen des alten Königspalasts bei Sonnenuntergang einen fantastischen Blick auf die Canyonlandschaft haben. Übernachtung in einem einfachen tibetischen Gästehaus. 15. Reisetag: Tholing und TsaparangTholing mit seinen weißen und roten Tempel und Tsaparang stehen im Mittelpunkt Ihrer Erkundung. Tholing und Tsaparang, die ehemaligen Königsstädte des Königreichs von Guge liegen in einem atemberaubenden Canyon am Sutlej-Fluss, nicht weit von der indischen Grenze entfernt. Während der Blütezeit im 11. Jh. waren Tholing und Tsaparang die wichtigsten Städte in Tibet. 1042 wurde der Gelehrte Atisha von Indien nach Tholing eingeladen. Besonders beeindruckend sind die phantastischen Wandmalereien in den Klöstern und der Palast hoch oben auf einem Gipfel in der bizarren Landschaft. Im 10.-12. Jahrhunderts waren sie der Mittelpunkt der tibetischen Kultur, wovon heute noch die eindrucksvollen Wandmalereien zeugen. Übernachtung in Tsaparang. 16. Reisetag: Fahrt nach TarchenWeiterfahrt zurück auf die Hauptroute Richtung Kailash. Am Tarboche, dem großen Flaggenmast zu Ehren Buddhas am Eingang zur Kora, wird im Mai/ Juni Buddhas Geburtstag als großes Pilgerfest gefeiert. Sie übernachten im Gästehaus der von Schweizern eröffneten Kailash-Klinik in Tarchen. 17. Reisetag: Die Klöster an der Südwestwand des KailashSie besuchen heute die beiden der Südwand vorgelagerten Klöster von Gyandak und Serlung und nutzen den Tag um uns auf die Kora um den Kailash vorzubereiten. Die Wanderungen dienen auch zur besseren Akklimatiation an die Höhe über 4.500m. Übernachtung wieder in Tarchen. 18. Reisetag: Tarboche – Dirapuk Gompa Wanderung um den heiligen Berg KailashDer Höhepunkt der Reise ist die dreitägige Umwanderung (51 km) des heiligen Berges, die bei den Tibetern Kora und bei den Hindus Parikrama genannt wird. Sie haben die Möglichkeit zwischen den Rastpunkten individuell zu gehen, ganz im eigenen Rhythmus. Das westliche Tal wird mit Padmasambhava, dem großen Magier in Verbindung gebracht. Ihr Lager schlagen Sie bei Dirapuk Gompa auf 4.900m Höhe auf. Von dort aus bietet sich ein phantastischer Ausblick auf die Nordseite des Berges. 19. Reisetag: Über den Dolma La bis Zutrulphuk Gompa Pass nach Zutrulphuk GompaDer Aufstieg führt vorbei am Vajrayogini-Friedhof nach Shiva Tsal. Als Symbol des Todes lassen Pilger hier ein Kleidungsstück oder etwas Haare zurück. Der Dolma La-Pass (5.630 m) ist der physische und spirituelle Höhepunkt der ganzen Reise. Er erwartet Sie mit bunten Gebetsfahnen. Hinter dem Pass erscheint der Gauri Kund-See (Tuksche Tso). Hindus brechen das Eis auf und baden in dem kleinen See. Das östliche Tal steht in Verbindung mit Milarepa, dem berühmten tibetischen Einsiedler, dessen Geschichte eng mit dem Berg verwoben ist. Sie übernachten in einem Camp nahe der Zutrulphuk Gompa. 20. Reisetag: Zuthrul Puk – Tarchen – SeralungSie besuchen die Höhle, in der einst Milarepa meditierte. Die heutige Strecke ist nicht weit u nd führt aus dem Westtal vorbei an Niederwerfungsplätzen (Chaktsal) und Fussabdrücken Buddhas (Shapye) zurück nach Tarchen. Anschließend fahren Sie zum Manasarovar-See und campen an seinem Ufer in der Nähe der Seralung Gompa. Dort bietet sich die Gelegenheit die phantastischen Farben und Landschaftsbilder zu verarbeiten, zu meditieren, die Eindrücke des Trekkings nachklingen zu lassen. ENDE DER WANDERUNG UM DEN HEILIGEN BERG KAILASHSie wandern entlang des Ostufers nach Trugo Gompa (ca. 8 Stunden Gehzeit, Alternativ kann auch gefahren werden). Von hier aus haben Sie wunderbare Blicke auf den Kailash, der hinter dem Manasarovar See leuchtend in den Himmel ragt. Camp. 22. Reisetag: Trekking zur Gossul GompaEntlang des Westufers können Sie heute mit fantastischen Blicken zur Gurla Mandata und zum Kailash entlangwandern und erreichen Gossul Gompa und Chiu Gompa (ca. 4 Stunden Gehzeit, es kann auch gefahren werden). Geniessen die Ruhe am See, besuchen das Kloster und die heissen Quellen. Geübte Bergwanderer mit starker Kondition können alternativ am frühen Morgen optional den Lara Luna Peak (6.100 m) besteigen. Dieser Vorgipfel der Gurla Mandats ist mit Steigeisen zu besteigen. Von seinem Gipfel bietet sich ein wundervoller Blick über das gesamte Mandala des Kailash. (Diese Variante bieten wir nur auf Voranmeldung für die beiden letzen Termine 3CXG0204 und der Tour mit Roman Mueller 2CXG0701 gegen einen geringen Aufpreis von ca. 120 Euro pro Person für Extratransporte und Bergführer an. Steigeisen und Eisaxt können in Kathmandu geliehen werden. Bitte geben Sie uns frühzeitig Nachricht, falls Sie dies wünschen. Achtung: Es kann immer passieren, dass lokale Grenzposten vor Ort kurzfristig die Besteigung untersagen.) 23. Reisetag: Manasarovar - ZhongbaGanztägige Fahrt längs des Tsang Po-Flusses (Brahmaputra) und der Himalayakette nach Zhongba. Unterwegs ergeben sich Ausblicke auf das Annapurna- und Dhaulagirimassiv sowie die auf die Nordseite des Königreichs Mustang. 24. Reisetag: Entlang des Tsang-Po Flusses zum Peigo Tso SeeEntlang des Tsang-Po Flusses zum Peigo Tso See Vorbei am Peigu Tso, einem großen, tiefblauen See mit Ausblick auf den über 8.000 m hohen Shishapangma erreichen Sie Nyalam, dem letzten Ort auf dem tibetischen Hochplateau. Die Straße Richtung Grenze führt duch die steile "Höllenschlucht". Dabei überwinden Sie innerhalb weniger Stunden fast 4000 Höhenmeter und kommen vom tibetischen Hochplateau direkt an die 1100 m hoch gelegene Grenze in Zhangmu. Am Abend verabschieden Sie sich von Ihren tibetischen Begleitern. 25. Reisetag: Zhangmu – KathmanduNach Erledigung der Grenzformalitäten überschreiten Sie die Brücke nach Nepal und fahren am Morgen weiter nach Kathmandu. Saisonbedingte Straßenabbrüche durch Überschwemmungen können erfordern, dass Sie z.T. kleinere Teilstrecken zu Fuß zurücklegen müssen. Übernachtung in Kathmandu. 26. - 27. Reisetag: Freie Zeit in KathmanduIn Kathmandu stehen Ihnen zwei freie Tage zur Verfügung. Diese Tage dienen als Puffertage bei evtl. auftretenden Verzögerungen in Tibet, werden aber auch immer wieder gerne genutzt, um nach den Wochen im rauhen tibetische Klima in das pulsierende Leben Kathmandus einzutauchen. Durchstreifen Sie die Märkte Kathmandus und verwöhnen Sie sich mit leckerem nepalischen Gerichten. Es bieten sich auch eine Fülle interessanter Ausflugsmöglichkeiten an: die Königsstädte Katmandu, Patan, Bhaktapur und vieles mehr. Und auch die Dachtrerrasse des Hotels Vajra ist ein beliebter Ort, um die Abenstimmung über der Stadt zu genießen. Am letzten Abend Abschiedsessen mit Ihren Sherpa. 28. Reisetag: Rückflug Kathmandu – FrankfurtAbflug und Rückkehr nach Deutschland bzw. Rückkehr nach Deutschland am Morgen (wenn Abflug bereits am Vorabend). Programmhinweise:
Im Reisepreis enthalten
Im Reisepreis nicht enthalten
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