Expedition ins geheimnisvolle ArakanReise Nr. 2790 Mystischer Berg Mount Victoria! Per Jeep wollen wir zu ihm gelangen, in Chin-Dörfern übernachten und das letzte Wegstück des knapp 3.100 m hohen Gipfels des Berges zu Fuß erklimmen. Inmitten des Nationalparks, vom Gesang der zahlreichen Vogelarten begleitet, erwarten uns unberührte Natur und immer wieder animistische Kultstätten mit Totempfählen und Ahnen-Altären. Bei den oft traditionell tätowierten Chin haben sich uralte Rituale erhalten. Durch unwegsames Gebiet machen wir uns auf den Weg in das alte Königreich von Arakan. Erst seit Kurzem darf die Straße befahren werden. Im verzweigten Flusssystem besuchen wir die untergegangene Hauptstadt Mrauk U. Die Ruinen des Königspalastes, der Tempel und Pagoden bilden eine malerische Kulisse, in der man sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt fühlt. Noch heute glänzen die Reisberge nahe des Hafens goldfarben im Sonnenlicht und vermitteln einen Eindruck vom einstigen Reichtum des buddhistischen Reiches von Arakan. Ein beeindruckender Kontrast zu der reichen Pagodenebene von Bagan und der letzten Königsstadt Mandalay. Der Vielvölkerstaat Burma zeigt uns auf dieser Expeditionsreise durch das Land der Chin bis nach Rakhine eine seiner unbekannten Facetten. Reiseverlauf:1.-2. Reisetag: Anreise nach YangonAbflug ab Frankfurt voraussichtlich gegen späten Mittag. Nach Ihrer Ankunft in Yangon werden Sie bereits am Flughafen erwartet und es erfolgt der Transfer ins Hotel. Am Nachmittag unternehmen wir einen ersten Spaziergang durch die geschäftige Hafenstadt am gleichnamigen Fluss: Breite Boulevards wechseln mit engen Gassen, golden glänzende Pagoden und idyllische Seen prägen das Bild der größten Stadt des Landes, in die auch die Moderne inzwischen Einzug gehalten hat. Die von Geschäften umfasste Sule-Pagode inmitten des von Verkehr umfluteten Platzes besichtigen wir ebenso wie die von kolonialer Architektur geprägten umliegenden Straßenzüge, die erst im 19. Jahrhundert rechtwinklig um den Flusshafen angelegt wurden. Zum Sonnenuntergang erleben wir die einzigartige Atmosphäre in der golden schimmernden Shwedagon-Pagode, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der ehemaligen burmesischen Hauptstadt. Den Abend verbringen wir in China Town auf dem typischen Nachtmarkt. Übernachtung im Hotel in Yangon. 3. Reisetag: Mandalay – per Fahrrad durch die alte KönigsstadtAm Morgen bringt uns ein kurzer Flug nach Norden in die letzte der burmesischen Königsstädte: Mandalay. Ein Name, der die Melodie längst vergangener Zeiten erklingen lässt. Auf den ersten Blick wirkt das heutige Stadtbild überwiegend modern, sogar ein Hochhausturm wird sich künftig über die vielbefahrenen Straßen des Zentrums erheben, doch der alte Charme der Stadt lässt sich auch heute noch aufspüren. Per Fahrrad begeben wir uns auf Entdeckungsfahrt und mischen uns mitten unter die etwa 100.000 burmesischen Zweirradfahrer Mandalays. Die Maha-Muni-Pagode, eines der wichtigsten Heiligtümer des Landes, sowie die Kuthadaw-Pagode mit den Marmortafeln des größten steinernen Buches erleben wir vom Sattel des Drahtesels aus. Nach Erklimmen der Stufen des Mandalay Hills eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick: Weite Reisfelder mit Bewässerungskanälen durchzogen, das Shangebirge im Osten, die mit Pagoden übersäten Hügel von Sagaing sowie das weite Flussbett des Irrawaddy breiten sich vor unseren Augen im warmen Licht des Sonnenuntergangs aus. Übernachtung im Hotel in Mandalay. 4. Reisetag: König Bodawpayas Großprojekt in Mingun, Sagaing & die knorrige Brücke in AmarapuraMit einem lokalen Boot unternehmen wir am Vormittag eine Fahrt auf dem Irrawaddy stromaufwärts nach Mingun. Dort befindet sich die größte, jedoch unvollendete Pagode Myanmars. König Badawpaya plante 1790 das gewaltigste Bauwerk aller Zeiten in Burma zu errichten. Doch wurden die Arbeiten nach seinem Tode eingestellt und ein Erdbeben setzte dem Ziegelsteinbau arg zu. Zu Fuß geht es hinauf auf die Ruinen der Pagode, von der man einen phantastischen Blick über die Umgebung und bis nach Mandalay hat. Die größte, funktionstüchtige Glocke der Welt mit einem Umfang von 15 Metern und die verspielt wirkende, in strahlendem Weiß für Prinzessin Hsinbyume errichte gleichnamige Pagode runden unser Besuchsprogramm in Mingun ab. Flussabwärts geht es dann nach Sagaing weiter. Die ehemalige königliche Hauptstadt ist heute das spirituelle Zentrum des Landes. Hunderte von Pagoden und Tempeln ziehen sich über den Hügel. Daneben haben sich zahlreiche Klöster für Mönche und auch Nonnen gebildet. Wir besuchen einige der berühmtesten Pagoden, darunter die Tupayom-Pagode und die Hsinmyashin-Pagode. Später erwartet uns der Besuch der knorrigen U Bein-Brücke bei Amarapura, die sich auf alten Teakholzpfählen auf immerhin 1,2 Kilometer Länge über dem Thaungthaman-See erhebt. Im Licht der untergehenden Abendsonne erscheint sie allabendlich wie eine belebte Schattenskulptur. Übernachtung im Hotel in Mandalay. 5. Reisetag: Auf den Wellen des IrrawaddyPer Fähre reisen wir über den mächtigen Irrawaddy nach Bagan. Das früh am Morgen startende Boot legt unterwegs immer einmal wieder am Ufer an, so dass man das geschäftge Treiben der ein- und aussteigenden Passagiere beim Verladen von allerlei Waren und Gütern beobachten kann. Kontakt zu den Einheimischen inklusive! Gemächlich gleitet die idyllische Uferlandschaft an uns vorbei und wir genießen den geruhsamen Ausblick vom Deck aus. Gegen späten Nachmittag erreichen wir den kleinen Anleger bei Bagan, wo wir im Hotel übernachten werden. 6. Reisetag: Radtour durch die weite PagodenebeneDie Ebene von Bagan am Irrawaddy-Fluss bietet einen beeindruckenden Anblick. Ursprünglich gab es hier 13.000 Pagoden, Paläste und Tempel, heute sind es immerhin noch ca. 2.200. Aktiv per Fahrrad nähern wir uns einigen der faszinierenden Tempeln und Pagoden des archäologischen Feldes an: Natürlich darf einer der schönsten, größten, besterhaltensten und meist verehrtesten Tempel in Bagan auf dem Ausflugsprogramm nicht fehlen: der Ananda Patho. Sie besuchen zudem den kleinen, eleganten Shwegugyi-Tempel, der 1131 erbaut wurde. Auch der ‚Tempel der Allwissenheit’, der Thatbyinnyu-Tempel, mit seinen 61 Metern einer der höchsten Tempel von Bagan, steht auf dem Programm. Zudem besichtigen wir einen Hindu-Tempel, den Gawdawpalin-Tempel und die Bupaya-Pagode, direkt am Flussufer des Irrawaddy gelegen. Die Shwesandaw-Pagode, bei der man über Treppen von den quadratischen unteren Terrassen zur runden Basis der Stupa gelangen kann, eignet sich sehr gut zur Beobachtung des malerischen Sonnenuntergangs, der die Ebene in ein atmosphärisches Licht versinken lässt. Übernachtung im Hotel in Bagan. 7. Reisetag: Geisterhafte Nats am blühenden Mount PopaGeisterhaftes steht auf dem heutigen Programm: Per Bus fahren wir durch die von Palmyrapalmen gesäumte Landschaft in Richtung Shangebirge zum bewaldeten Mount Popa, der seit jeher von Mythen umrankt ist. Er wird als Wohnsitz der mächtigsten Geister, der Nats, gesehen. Auf der Spitze des 737m hohen Popa Taung Kalat findet sich ein Heiligtum, das über 777 überdachte Stufen zu erreichen ist. Der barfüßige Aufstieg zum Bergkegel vorbei an heiligen Altären und Händlerständen über die steilen Stufen ist sehr zu empfehlen. Man trifft auf unzählige freche Affen und wird an klaren Tagen mit einem schönen Ausblick belohnt. Nachmittags schuckeln wir mit traditionellen Pferdekutschen über die staubigen Landwege, um weitere Highlights aus Bagans reicher Vergangenheit zu erkunden. Unter anderem sehen wir die golden glänzende Shwezigon-Pagode, deren Stupa mit ihrer graziösen Glockenform zum Vorbild für fast alle in späteren Zeiten in Myanmar errichteten Stupas wurde, den Gubyaukyi Tempel in Myinkaba und auch den gleichnamige Tempel in Wetkyi-Inn mit seinen beeindruckenden Fresken. Übernachtung im Hotel in Bagan. 8. Reisetag: Per Boot & Jeep ins Gebiet der Chin nach MindatMit einem kleinen örtlichen Boot überqueren wir den Irrawaddy und erreichen Kyung Chaung am anderen Ufer. Von dort machen wir uns mit Jeeps über unbefestigte Pisten auf den Weg nach Mindat (ca. 7-stündige Fahrt). Die Landschaft ist zunächst flach und trocken, wird weiter nach Westen immer hügeliger und grüner. Der Amay Ye Yin-Schrein markiert den Beginn des Chin-Staates. Bergan geht es in die ehemalige, britische Hillstation Mindat auf ca. 1480 Metern über dem Meeresspiegel. Die dörflich anmutende Häuseransiedlung der Chin gruppiert sich im angenehmen Bergklima um einen kleinen Marktplatz. Am Abend spazieren wir durch das Dorf Bang Oo, das an einem steilen Berghang etwas außerhalb von Mandat liegt. In diesem typischen Dorf der Chin lebt ein älterer Mann, der sich auf das Zukunftslesen spezialisiert hat - und dies ganz ungewöhnlich mithilfe von Eierschalen! Er erhitzt dazu einen Bambusstock und hält ihn gegen eine leere Eierschale. Aus den entstehenden Sprüngen in der Schale liest er die Zukunft. Übernachtung im einfachen Gasthaus. 9. Reisetag: Am Fuße des Mount VictoriaAm Morgen unternehmen wir einen Spaziergang durch einige umliegende Dörfer. Unterschiedliche Stämme leben hier, darunter die Ngara, Yin Du, Dai, Okpu, Magan und Munn. Alle diese Gruppen sprechen eigene Dialekte und tragen verschiedene traditionelle Kleidung. In manchen Dörfern der Chin-Stämme pflegen die älteren Frauen des Munn Stammes zum Teil noch die Sitte der Gesichtstätovierung. Fünf Stile werden bei der Tätowierung eingesetzt: Punkte, Spinnen, Linien, Locken und schwarze Flächen. Die Spaziergänge zu den einzelnen Dörfern dauern jeweils ungefähr ein bis eineinhalb Stunden. Die Chin sind hauptsächlich christlichen Glaubens. Tierfelle, Steinpfeiler und heilige Zeichen an und vor den Häuserwänden sind Relikte des alten, animistischen Glaubens. Letzte Schamanen praktizieren noch die beschwörerischen Rituale der Vorfahren. Mit dem Fahrzeug reisen wir im Anschluss tiefer in die Bergwelt zum kleinen Dorf Aye (2.100m) zu Füßen des mächtigen Mount Victoria, wo uns ein traditionelles Chin-Abendessen erwartet. Übernachtung im einfachen lokalen Haus im Dorf. Hinweis zum NATIONALFEST der Chin: Einmal jährlich wird in der kleinen Provinzhauptstadt des südlichen Chin-Staates der Nationalfeiertag der Chin-Stämme in traditionellen Volkstrachten gefeiert. Die auffällige Kopfbedeckung ist mit Federn geschmückt und die Kleidung aus bunten Fasern gewebt. Sportliche Wettkämpfe und das beliebte Khaung Ye, ein selbstgebrautes Hirse-Getränk, begleiten das Fest. Wir besuchen dieses Fest bei unserem Termin im Februar! 10. Reisetag: Der Berg ruft – hinauf auf den Mt. VictoriaZunächst starten wir mit Jeeps in die Berge. Dann beginnt unsere Wanderung hinauf zum knapp 3.100 Meter hohen Gipfel des verehrten Berges, der burmesisch Natmataung und von den Chin Khaw-nu-thone genannt wird: Die Mutter der Geister des animistischen Kultglaubens! Im dichten Wald des umgebenden Natmataung-Nationalparks flankieren knorrige Eichen, Lorbeerbäume und buschiger Rhododendron unseren Weg. Für Vogelliebhaber ist das Waldgebiet aufgrund der Artenvielfalt ein wahres Paradies! Wir lassen uns vom Gezwitscher begleiten bis wir nach ca. 3 Stunden vom Panoramablick am Gipfel belohnt werden. Später erreichen wir zu Fuß und per Jeep das Dort Kantpatlet am Rande des Nationalparks, wo wir wieder in einem einfachen Gasthaus übernachten. 11. Reisetag: Fahrt durch das tiefe Chin-GebietMit unseren Jeeps geht es auf gerade erst für Fremde befahrbarer ruckelnder Piste durch das bergige Gebiet. Wir besuchen einige Dörfer und genießen zum Mittag ihre Gastfreundschaft. Zum Dinner erwartet uns das Acho Chin Dorf auf dem Berg zwischen Chin-Berg und Arakan-Berg gelegen. Übernachtung im Dorf. 12. Reisetag: Vom Acho Chin Village nach Mrauk UMorgens unternehmen wir einen kleinen Spaziergang durch das Dorf. Auf der Weiterfahrt passieren wir die offizielle Grenze zum Rakhine-Staat. Nach den Formalia erwartet uns noch eine lange Überlandstrecke bis nach Mrauk U. Wir machen immer wieder Stopps bei den Dorfbewohnern. Am späten Abend erst werden wir ankommen – ein Hotelzimmer erwartet uns. Übernachtung im Hotel in Mrauk U. 13. Reisetag: Mrauk U erwandernMrauk U – einst eine der strahlendsten buddhistischen Königsstädte Asiens – ist heute eine verschlafene Kleinstadt rund um die Ruinen der machtvollen Vergangenheit: Ihre Blütezeit erlebte sie während des 15. bis 18. Jahrhunderts. Zu Fuß machen wir uns vom zerfallen Königspalast, dem alten Machtzentrum des Reiches, auf den Weg die Tempel der Umgebung zu erkunden, die zum Teil von Urwald überwachsen sind. Unzählige Buddhafiguren sind im Unterholz um die Stadt zu entdecken und die Bauern bestellen ihre Felder zwischen den Pagoden. Nachmittags fahren wir per Jeep nach Wethali. Die alte Handelsstadt wurde bereits im 4. Jahrhundert gegründet und birgt inmitten unberührter Natur Monumente, die weit vor die Zeit Bagans zurückreichen. Übernachtung im Hotel in Mrauk U. 14. Reisetag: Bootsfahrt auf dem Kaladan nach SittweWir schiffen uns auf der Fähre nach Sittwe ein: Während der Fahrt den Kaladan-Fluss stromabwärts vorbei an der Urittaung-Pagode kann man mit etwas Glück Reiher, Störche, Wildenten und Bussarde beobachten. Ganz selten zeigen sich tummelnde Irrawaddy-Delphine in den Wellen. Die kleinen Säuger sind auch hier vom Aussterben bedroht. Unterwegs macht die Fähre bei Ponnagyun (Braham-Insel) in der Regel einen interessanten Zwischenstopp. Über einen schmalen Nebenfluss erreichen wir nach ca. 5-stündiger Flussfahrt die Hafenstadt Sittwe. Hier lassen wir unser Abenteuer durch Rakhine ausklingen. Übernachtung im einfachen Hotel in Sittwe. 15. Reisetag: Sittwe - Yangon per Flug & Heimreise nach DeutschlandDie Hauptstadt des Staates Rakhine liegt an der Mündung des Kaladan-Flusses. Die Vegetation in diesem vom Rest des Landes mehr oder weniger isolierten Teil ist üppig: es wachsen Bambuswälder in den bergigen Regionen; Kokospalmen, Orangen, Bananen, Mangos und Lychees kommen in großer Vielfalt vor. Die Fruchtbarkeit des Landstriches hatte ehemals für den Reichtum der Region gesorgt. Noch heute werden große Mengen an Reis im Hafen von Sittwe umgeschlagen. Oft sieht man noch Frauen, die wie vor Hundert Jahren den Reis in Bastkörben auf dem Kopf transportieren. Durch das nahegelegene Bangladesch leben viele Muslime in der Region. Die schöne alte Moschee spiegelt dies im Stadtbild wider. Wir unternehmen eine kleine Besichtigungstour. Dann heißt es Abschied nehmen. Ein kurzer Flug bringt uns an den Ausgangspunkt unserer Reise in Yangon zurück. Hier wechseln wir zum internationalen Flugterminal und unser Rückflug nach Deutschland startet. 16. Reisetag: Zurück in DeutschlandAnkunft in Frankfurt am Morgen des 16. Tages. Programmhinweise:
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