Private Impressionen in SüdchinaReise Nr. 2527
Für mich und meine Landsleute ist es angesichts der Dynamik der gesellschaftlichen Entwicklung immer bedeutsamer geworden, sich der Ursprünge unserer Hochkultur zu erinnern. Als Germanistin, die sich mit der deutschen Mentalität auskennt, weiß ich, dass diese Wurzeln auch Sie in ihren Bann ziehen werden. Unsere gemeinsame Reise führt von den kaiserlichen Palästen Beijings über heilige Berge zu den ehemaligen Hauptstädten Xian und Luoyang. Ihre Tian Ming Reiseverlauf:1. Tag: Beijing: Ankunft im Reich der MitteSchon beim Landeanflug gegen Mittag offenbaren sich die gewaltigen Dimensionen Beijings. Nach der Einreise geht es gleich weiter. Ein Spaziergang durch die prächtige Parkanlage des Sommerpalastes lässt den Flug schnell vergessen und ein Blick vom Ufer des Kunmimg-Sees auf das lebhafte Treiben der Besucher offenbart: Unser »Abenteuer China« hat begonnen! Zwei Übernachtungen in Beijing. (A) 2. Tag: Einsichten und WeitblickeDie Halle der Ernteopfer in Beijings zweitgrößter Parkanlage, dem Himmelstempel, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Menschen beim Musizieren oder gemeinsamen Sport, beim Kartenspiel oder Tanz: wir erleben die lebendige Atmosphäre dieses so beliebten Treffpunkts bei einem Spaziergang und können uns kaum vorstellen, dass einstmals dieser Ort ausschließlich dem Kaiser vorbehalten war. Und ein weiterer Höhepunkt erwartet uns! Das fantastische Bergpanorama der Großen Mauer bei Mutianyu ist einzigartig und so nah bei den Völkern der Steppe und plötzlich fühlen wir uns verwoben mit der Geschichte von Kriegszügen und Eroberungen. 180 km (F, M) 3. Tag: von Beijing nach DatongDer Kaiserpalast: eine unvergleichliche Herrscher-Residenz bis zum heutigen Tag. Pralles Leben und Intrigen, persönliche Schicksale und weltbewegende Entscheidungen prägten für rund 500 Jahre das Leben im Zentrum chinesischer Macht. Wir lauschen den alten Geschichten! Dann geht´s auf zum Bahnhof. Und in etwa sechs Stunden sind wir in Datong. Zwei Übernachtungen in Datong. (F, M) 4. Tag: Der Zauber BuddhasEinst regierte ein Steppenvolk in Datong, der Hauptstadt der Wei-Dynastie vor 1.500 Jahren. Der Buddhismus kam als ein Kultur-Import über die Seidenstraße und bis heute ziehen die Skulpturen der weltberühmten Yungang-Grotten jeden Besucher in ihren Bann. Die zeitlos-entrückten Blicke riesiger Buddhastatuen offenbaren in ihrer tiefen Gelassenheit an diesem Ort die Essenz einer bezaubernden asiatischen Lebensweisheit. Eine Magie, der auch wir uns nicht entziehen können. (F, M) 5. Tag: Hängende Klöster und hohe PässeWir verlassen Datong. Sanfte Hügel weichen den engen Schluchten des Hengshan-Gebirges. Unvermittelt trifft uns ein Bild wie aus vergangenen Zeiten - das »Hängende Kloster« taucht vor uns auf. Vor über 1.400 Jahren haben hier Mönche zu Buddhas Ehren ein Kloster in die Felsenhänge gebaut - wie ein Vogelnest schwebt die Tempelanlage über der Schlucht. Weiter geht es auf dem Passweg des Wutaishan (2.200 m), von dem sich spektakuläre Ausblicke auf das Hochgebirgstal eröffnen. Schließlich machen wir einen Abstecher nach Yingxian, wo sich die älteste und architektonisch einzigartige Holzpagode Chinas befindet. Zwei Übernachtungen am Wutaishan. 250 km (F, M, A) 6. Tag: Die heilige ResidenzErfrischt von der Bergluft erwachen wir voller Tatendrang: einen ganzen Tag besichtigen wir die verwunschene Welt des »Fünf-Terrassen-Berges«! Der Wutaishan mit seinen mehr als 50 Klöstern gilt auch als Residenz des Bodhisattva Manjushri. Über zahlreiche Stufen begeben wir uns gemeinsam auf eine spannende Entdeckungstour. (F, M, A) 7. Tag: vom Wutaishan nach TaiyuanEs ist eine seltsam karge Landschaft, die das Bild bestimmt, wenn wir uns heute auf den Weg in die Provinzhauptstadt Taiyuan machen. Umso beeindruckender sind die Forschungsergebnisse über den hohen Entwicklungsstand der chinesischen Kultur im Neolithikum im Gebiet der heutigen Provinz Shanxi. Beim Besuch des Provinzmuseums werden wir garantiert staunen. Eine Übernachtung in Taiyuan. 250 km (F, M, A) 8. Tag: Tradition am WegesrandDer außergewöhnlich schöne Ahnentempel Jinci eröffnet uns seltene Einblicke in die ritualisierte und für Chinesen so wichtige Verehrung der Vorfahren. Auf der Fahrt durch die Shanxi-Ebene schauen wir bei Familie Chang in ihrer traditionellen Wohnanlage vorbei und erreichen schließlich das pittoreske Pingyao. Eine Übernachtung in Pingyao. 120 km (F, M) 9. Tag: Gelebtes MittelalterEin begeisternder Besichtigungstag in einem Ort, der jedes Klischee einer alten, chinesischen Stadt erfüllt! Pingyao war einst ein einflussreiches Handelszentrum und sein traditionelles Stadtbild blieb weitgehend erhalten. Der Besuch des Shuanglin-Tempels mit seinen 2.000 Jahre alten Skulpturen begeistert ebenso wie unser anschließender Spaziergang auf der noch völlig intakten Stadtmauer. Nach dem Mittagessen erkunden wir die pittoreske Altstadt mit ihren Bankenmuseen, dem Konfuziustempel und vielen reizenden kleinen Geschäften. Am Ende eines langen Tages freut sich bestimmt jeder von uns auf das Bett im Nachtzug nach Xian. (F, M, A) 10. Tag: Xian erwartet unsFrüh morgens läuft unser Zug in Xian ein. Zur Zeit der Tang-Dynastie war das frühere Changan die größte Stadt der Welt! Wir erfrischen uns im Hotel, bevor wir uns im Historischen Museum einen Eindruck von Chinas wechselvoller Geschichte verschaffen und mit der Großen Wildganspagode das Wahrzeichen der Stadt und ein UNESCO-Welterbe besuchen. Zwei Übernachtungen in Xian. (F, M) 11. Tag: 2.000 Jahre an einem TagDas Gefühl, das wir empfinden, wenn wir der Terrakotta-Armee in ihrer Schlachtordnung gegenüber stehen, werden wir nie vergessen. Nach über 2.000 Jahren manifestiert sich hier die Macht des ersten chinesischen Kaisers wie am ersten Tag. Wir besuchen die besterhaltene Stadtmauer Chinas und spazieren durch das Moslemviertel mit der bekannten Moschee im chinesischen Baustil. Ein rundherum gelungener Tag voll einzigartiger Erlebnisse! (F, M) 12. Tag: Longmen-Grotten und LuoyangAuch wenn wir morgens früh aufstehen müssen, um den Zug nach Luoyang nicht zu verpassen, auf der rund zweistündigen Fahrt wird uns garantiert nicht langweilig. Wir kommen zum Beispiel am 2.155 Meter hohen Berg Huashan vorbei, einem der fünf mythischen Berge Chinas und erreichen schließlich die Provinz Henan, »südlich des Gelben Flusses«, für viele die Wiege der chinesischen Hochkultur. In Luoyang wartet bereits ein Bus darauf, um uns zu einem weiteren Höhepunkt der Reise zu bringen - den Longmen-Grotten am Luo Fluss. Was ist so spannend an einer Höhle, werden Sie denken? Warten Sie, bis Sie inmitten der rund 100.000 kleinen und großen Buddhastatuen stehen! Eine Übernachtung in Luoyang. (F, M) 13. Tag: Shaolin und SuzhouShaolin, das Ursprungskloster des Kung Fu, liegt am Fuß der Song-Berge und ist längst ein Mythos geworden. Das ständig wachsende Areal ist ein Magnet für Kampfsportanhänger aus aller Welt und wir haben die Gelegenheit, den Mönchen bei der Unterweisung zuzuschauen, die auf das 6. Jahrhundert zurück geht. Weiter geht unsere Fahrt nach Zhengzhou, von wo wir nach Shanghai fliegen werden und weiter nach Suzhou fahren. Hier übernachten wir auch. (F, M) 14. Tag: Seidenkunst und WasserdorfWenn Chinesen über Suzhou sprechen, kommen sie gern und schnell ins Schwärmen: »Das Venedig Chinas« ist die Beschreibung, mit der wir als Europäer wohl am meisten anfangen können. Nur dass in der alten Seiden- und Handelsstadt Suzhou alles ein wenig idyllischer und ruhiger ist. Wir besuchen einen der zauberhaften klassischen Gärten und lassen uns mit dem Boot auf den Seitenkanälen des Kaiserkanals und bei einem Spaziergang durch die malerische Altstadt treiben. Auch das Wasserdorf Wuzhen - samt seiner Altstadt und den kleinen Handwerksbetrieben, in denen gestickt und Tee geröstet wird - erwartet unseren Besuch. Unser Tagesziel ist Hangzhou, Hauptstadt der Provinz Zhejiang und Endpunkt des Kaiserkanals. Eine Übernachtung in Hangzhou. (F, M) 15. Tag: »Das Paradies auf Erden«Hangzhou - das Paradies auf Erden? Da ist man ja erst einmal skeptisch - und anschließend ganz kleinlaut. Spätestens, wenn wir mit dem Boot auf dem Westsee unterwegs sind, wird uns alles vorkommen wie eine nicht enden wollende liebliche chinesische Tuschezeichnung. Herzschmerz inbegriffen! Ob es dagegen ein Mittel in der Hu Qing Yu Tang-Apotheke in der Altstadt gibt? Finden wir es heraus, denn die traditionelle chinesische Medizin ist gegen so ziemlich jedes Leiden gewappnet. Am späten Nachmittag trennen wir uns von der Idylle - die Megacity Shanghai wartet! Zwei Übernachtungen in Shanghai. (F, M) 16. Tag: Shanghai - Die Zukunft hat begonnenDass lebendige Tradition und supermodernes Ambiente sich nicht ausschließen, erleben wir hautnah in der »Stadt über dem Meer«, wie Shanghai übersetzt heißt. Wir besichtigen den Yu-Garten im Herzen der lebendigen Altstadt und lassen uns im Trubel der Nanjing-Straße treiben. Der Blick vom Bund ist atemberaubend: perfekt restaurierte Gebäude der Kolonialzeit und Zeugnisse jüngster, gewagter Architektur stehen sich am Huang Pu-Fluss gegenüber und buhlen um unsere Aufmerksamkeit. Die freie Zeit am Nachmittag vergeht wie im Flug und unsere Erlebnisse werden für reichlich Gesprächsstoff beim letzten gemeinsamen Abendessen sorgen. (F, A) 17. Tag: Rückflug oder AnschlussurlaubDer Transrapid bringt uns zum Flughafen - es bleibt nur wenig Zeit für Wehmut. Wer noch Zeit hat, verlängert noch einige Tage in einem Land, das so viel zu bieten hat. (F) Ihre Hotels
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