Nordindien - mit Muße erlebenReise Nr. 3773 Sie möchten ein aufregendes Land mit uralten Traditionen kennenlernen, das mit Siebenmeilenstiefeln auf dem Weg zur Wirtschaftsmacht ist? Aber bitte in aller Ruhe? Dann sind Sie auf dieser Studienreise genau richtig. Alle Highlights in Indien zwischen Delhi und Mumbai - stolze Paläste, knallbunte Tempel und quirlige Städte - sind dabei. Aber auch ein Kochkurs im Palast, Teatime mit der Frau des Maharadschas und viel Zeit, um Seele und Körper streicheln zu lassen in prächtigen Hotels. Regisseur Ihrer Extratouren: Ihr Studiosus-Reiseleiter. Der Reiserhythmus: sehr entspannt! Reiseverlauf:1. Tag: Namaste, India!Sie reisen individuell nach München an, und gemeinsam mit dem Studiosus-Reiseleiter geht es am Abend weiter mit Lufthansa nach Delhi (nonstop, Flugdauer ca. 7,5 Std.). Kleine Nachtlektüre zur Einstimmung auf Indien: „Das mohnrote Meer“ von Amitav Ghosh. 2. Tag: Islamische Baukunst in DelhiMorgens landen wir in Delhi und fahren direkt ins Hotel. Es bleibt Zeit, sich von der Anreise zu erholen. Am Nachmittag geht es zu einem Highlight der islamischen Architektur: Der Siegesturm Qutub Minar (UNESCO-Kulturerbe) reckt sich zum Ruhme Allahs himmelwärts. Aber was haben Hindu-Götter und Himmelsnymphen auf den Säulen der Moschee zu suchen? Danach erkunden wir das Grabmal des Humayun (UNESCO-Kulturerbe), wo indische Familien gerne am Wochenende entspannen. Ein freundliches Namaste ist der perfekte Einstieg ins Gespräch. 3. Tag: Delhi - kolonial und orientalischNeu-Delhi mit grünen Parks, Prachtalleen und schneeweißen Zuckerbäckerbauten - very british. Alt-Delhi - Orient pur: Rikscha-Gehupe, Handys klingeln, Bettelmönche, die heilige Silben murmeln, und Bollywoodstars, die von Kinoplakaten lächeln. Eindrücke für alle Sinne! Doch wer hat hier eigentlich Vorfahrt: der Tata Nano - Billigmobil und Volkswagen Indiens - oder die heiligen Kühe? Eine wunderbare Oase der Ruhe im Trubel: die Freitagsmoschee. Wie sind die Perspektiven junger Menschen im Boomland Indien nach der Wirtschaftskrise? Darüber und über viele andere Themen können wir im Goethe-Institut mit Rashid, Jamal und ihren Freunden bei Kaffee und Kuchen diskutieren. 4. Tag: Muslimische Grabmäler in Sikandra und AgraWir nehmen Kurs auf Agra. Auf dem Weg halten wir in Sikandra, wo wir am Grab Akbars in die Mogulzeit, ins Zeitalter der muslimischen Fremdherrschaft, tauchen. Der Großmogul stand im 16. Jahrhundert vor dem gleichen Problem wie Indiens Premier Manmohan Singh heute: Wie bringe ich Muslime und Hindus unter einen Hut? Wie schaffte es überhaupt ein Sikh, Vertreter einer religiösen Minderheit, an die Spitze der größten Demokratie der Welt? Stoff für Diskussionen! Ein kleines Juwel der Mogularchitektur: das Grabmal des Itimad-ud-Daulah. Einlegearbeiten in Perlmutt und Lapislazuli, steinerne Gitter und immer wieder das wunderbare Spiel von Schatten und Licht. 190 km. 5. Tag: Rotes Fort und Taj MahalEin Traum in Weiß am Vormittag: Zwölf Jahre meißelten 20000 Handwerker am Taj Mahal (UNESCO-Kulturerbe). Dann war der Auftraggeber fast bankrott. Heute spült das berühmteste Bauwerk des Landes fleißig Geld in die Kassen. Kein Wunder: Das traumhaft schöne Marmordenkmal, das der untröstliche König Schah Jahan für seine tote Liebste baute, will jeder sehen. Wir auch! In einer Marmorfabrik können wir uns anschließend davon überzeugen, dass sich Agras Handwerker auch heute noch aufs kunstvolle Hämmern verstehen. Militärische Strenge am Nachmittag: das Rote Fort (UNESCO-Kulturerbe), wo Mogulherrscher Akbar residierte. 6. Tag: Residenzstadt Fatehpur SikriIn Fatehpur Sikri (UNESCO-Kulturerbe) setzte Großmogul Akbar seine Residenzstadt buchstäblich in den Sand. Nach wenigen Jahren wurden die Umzugskisten schon wieder gepackt. Uns gefällt das Moguldesign! Und zwischen Säulen, Höfen und Hallen erzählt Ihr Reiseleiter Klatschgeschichten rund um Herrscher und Harem. Weiterfahrt nach Jaipur. 260 km. Wer abends schon mal das Marktleben der Pink City testen möchte, nimmt die Rikscha. Schnuppern Sie im Bapu-Basar an den Flakons der Parfümhändler oder wühlen Sie im Nehru-Basar zwischen den Stoffen. Eine schicke Alternative: ein Eistee im Rambagh Palace Hotel - einst Maharadschapalast -, wo schon Jackie Kennedy am Cocktailglas nippte. 7. Tag: Jaipur - die rosarote StadtDie Burg von Amber thront eindrucksvoll am Berg. Madonna und Angelina Jolie lassen bei indischen Designern schneidern - beim Besuch im Stoffatelier werden auch wir vom Zauber der Muster und Farben schwärmen. Modenschau inklusive: Lassen Sie sich in einen Sari wickeln oder entdecken Sie den Nehru-Look für sich! Ein Tipp für die Mittagspause: Im Dasaprakash schwelgte schon Gandhi in indischen Currys - scharf wie die Hölle, aber unglaublich gut! Anschließend tauchen wir vor dem legendären Palast der Winde, im Stadtpalast und im Observatorium Jantar Mantar (UNESCO-Kulturerbe) in die Maharadschawelt ein. 8. Tag: Unterwegs nach SardargarhLandschaft pur am Vormittag. Farbtupfer zwischen dem Sandgelb und Geröllgrau der Wüste Rajasthans: die Saris der Frauen in Limettengrün, Mangogelb und Melonenrot. Es bleibt Zeit, unterwegs immer einmal anzuhalten und Dorfalltag zu erleben. Viel Romantik - aber vielleicht erzählen die Bauern auch vom ausbleibenden Monsun, von medizinischer Unterversorgung und der Korruption von Polizei und Politik. Heute sind wir beim Maharadscha zu Gast. Die Traumprinzen von einst brauchten Geld und verwandelten ihre Paläste in Hotels. Glück für uns! 300 km. 9. Tag: Ein Tag im MaharadschapalastIndische Maharadschas, einst göttergleich und unermesslich reich - wie leben sie heute? Das erfahren wir vormittags aus erster Hand im Gespräch mit der Hausherrin, der Maharani Dharitri Kumari. Aber sie diskutiert mit uns natürlich auch über die Situation der indischen Frauen zwischen Verehrung und Unterdrückung. Was sagt sie zu Pratibha Patil, der Präsidentin, oder zu Sonia Gandhi, der gebürtigen Italienerin? Nachmittags wird die Palastküche für uns aufgesperrt: Kardamom, Kreuzkümmel und Koriander - beim Gewürzpastenrühren schwelgen wir in den Aromen des Ostens und diskutieren mit Chef Singh über Küchengeheimnisse in Ost und West. 10. Tag: Unterwegs nach JodhpurHeute geht es gemütlich zu. Wir nehmen Abschied von der Maharani und fahren nach Jodhpur, der blauen Stadt. Je nach Ankunftszeit steht Ihnen in Jodhpur noch freie Zeit zur Verfügung. Unser Tipp: Im Umaid Bhawan, Palast mit Art-déco-Pracht und heute Luxushotel, wurden einige der 347 Zimmer in ein Museum umgewandelt. Dort können Sie das Leben der Maharadschas im 20. Jahrhundert nachempfinden. 180 km. 11. Tag: Jodhpur - die blaue StadtBeeindruckend: Wo einst die Verbrennungsplätze der Marwar-Herrscher rauchten, ragt heute die Gedenkstätte Jaswant Thada auf. Dann sehen wir Blau! Von der Mehrangarh-Festung blicken wir auf das indigofarbene Häusermeer Jodhpurs - Traumkulisse für die Hochzeitsparty der britischen Schauspielerin Liz Hurley mit dem deutsch-indischen Millionär Arun Nayar. Ob die Gäste wohl Jodhpur-Hosen trugen? Die berühmten Reithosen wurden hier fürs Polospiel - Lieblingssport der Maharadschas - erfunden. Wir schauen uns in den Palastmuseen um. Nicht minder faszinierend: 1001 Geräusche und Gerüche zwischen Gewürzshop und Internetcafé in der Altstadt. 12. Tag: Jainatempel und Udaipur1444 Säulen mit marmorner Häkelspitze tragen die Decken der 29 Tempelhallen und Kuppeln - und keine gleicht der anderen. Die Lehre des weisen Mahavira, Zeitgenosse Buddhas, in Stein! Wir sind in Ranakpur in einem der schönsten Tempel der Jaina, der wohl striktesten Religion Indiens. Reichlich Kunstgenuss und Pilgergewimmel, bevor wir weiter nach Udaipur fahren, einer der schönsten Städte Rajasthans mit unzähligen Palästen. Auf einem ersten Bummel durch die Altstadt erleben wir das Tausendundeine-Nacht-Gefühl. Es erwartet uns ein stimmungsvolles Tagesfinale: Im alten Kaufmannshaus Jagat Niwas tafeln wir mit Seeblick, und aus den Curryschüsseln duftet es verführerisch! 280 km. 13. Tag: Die Palaststadt UdaipurIn Udaipur scheint die Zeit der Maharadschas stehen geblieben zu sein. So diente die Stadt schon oft als Filmkulisse. Roger Moore war als James Bond auch schon hier: Teile des Films „Octopussy“ wurden hier gedreht. Wir spazieren gemächlich durch die Altstadt zum Stadtpalast, besuchen eine Schule für filigrane Miniaturmalerei und genießen je nach Wasserstand eine Bootstour auf dem Picholasee. 14. Tag: Megacity MumbaiMorgens fliegen wir nach Mumbai, dem ehemaligen Bombay. Moloch oder Magnet? Mumbai ist beides! Wir gehen auf Entdeckungsreise. Warum leben ausgerechnet in Indiens Wirtschaftsmetropole zehn Millionen Menschen in Slums wie der „Slumdog Millionär“ im gleichnamigen Kinohit? Acht Hollywood-Oscars gab es für das Bollywoodmärchen. Kolonialflair beim Hauptbahnhof Chhatrapati Shivaji Terminus (UNESCO-Kulturerbe), Wäscher an den Dhobi Ghats und Alt-Colaba sind weitere Stationen der Stadtrundfahrt. Der Nachmittag steht Ihnen in unserem zentral gelegenen Luxushotel zur freien Verfügung. Neugierig aufs Nachtleben Mumbais? Bei einem kühlen Kingfisher-Bier können Sie im Dome den Filmsternchen Bollywoods beim Flirten zusehen oder im Not just Jazz by the Bay Cocktails nippen bei Livemusik. 15. Tag: Relaxen in Mumbai oder Insel ElephantaDer Tag gehört Ihnen! Ziehen Sie durch die Kaffeehäuser der Stadt und schlürfen Sie im Café Mondegar Chai oder Cappuccino. Sie können aber auch im Park vor dem High Court, dem Obersten Gerichtshof, und der Universität den Kricketspielern beim Training zuschauen. Oder wollen Sie sich ein Bild von der modernen Kunst in Indien machen? Dann empfehlen wir die National Gallery of modern Art. Lieber raus aus dem Smog? Dann schließen Sie sich dem Reiseleiter an und machen Sie einen Bootsausflug (45 €) nach Elephanta (UNESCO-Kulturerbe). Autos gibt es auf der Insel keine, dafür Heiligtümer im Überfluss. Unser Scout im Dschungel der Götterwelt: der Reiseleiter - wer sonst! Relaxen im Zimmer bis 18 Uhr, dann ein letztes Curry zum Abschied, bevor uns der Bus zum Flughafen bringt. 16. Tag: Bye-bye, IndiaKurz nach Mitternacht Rückflug mit Lufthansa nach Frankfurt (nonstop, Flugzeit ca. 8,5 Std.), wo wir morgens landen. Anschluss zu den anderen Städten. Charakteristik der Reise:Entspannter Reiseverlauf mit viel Zeit zur Muße Durchgängig sehr gute Hotels in guter Lage Rundreise bis Udaipur im komfortablen Volvo-Bus Reisetermine 9.3. und 26.10.2012 sowie 22.3.2013 mit ärztlicher Begleitung Treffen mit Studenten des Goethe-Instituts in Delhi Im Reisepreis enthalten
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