Tibets wilder Osten: Überland von Shangri La nach Lhasa
Reise Nr. 2640
Unsere Expedition per Jeep durch das osttibetische Hochland führt vorbei an tief ins Gebirge geschliffenen Schluchten und durch die Weite der Hochebenen des Himalaya. Das Leben in dieser abgeschiedenen Region ist seit Jahrhunderten geprägt vom tief im Alltag verwurzelten Glauben des tibetischen Buddhismus. Zunächst starten wir in der südchinesischen Provinz Yunnan, die sich eine erfreuliche Unabhängigkeit bewahrt hat und so eine vielfältige und intakte Vielvölkerstruktur aufweist. Neben der atmosphärischen Altstadt von Dali, erleben wir auf Wanderungen die Dörfer der Bai und die Tigersprungschlucht - die tiefste Schlucht der Welt. Per Fahrrad radeln wir an den Ufern des blau schimmernden Erhai Sees und besuchen einige Dörfer nahe Lijiang. In Zhongdian begegnet uns die lebendige, tibetische Klosterkultur in einer Region, die James Hiltons ”verlorenen Horizont” – das wundersame Shangri La heraufbeschwört. Dann startet unsere Jeeptour: Über mehr als 5.000 m hohe Pässe reisen wir auf manchmal beschwerlicher Strecke durch das ländliche Gebiet der Provinz Kham. Der Sonnenaufgang am schneebedeckten, heiligen Meili Berg, eine katholische Kirche nahe des hier noch schmalen Mekongflusses und eine Wanderung zum Gletscher bei Midui sind nur einige der Höhepunkte, die uns in dieser schier endlosen Hochgebirgslandschaft erwarten. Und schließlich erreichen wir Lhasa – die verbotene Stadt! Wir besuchen die Altstadt zwischen Bakhor und Potala Palast und die traditionsreichen Klöster Ganden, Sera und Drepung: gelebter tibetischer Buddhismus zwischen hitzigen Klostergarten-Debatten und meditativer Spiritualität! Schließlich besteigen wir den neuen Hochgebirgszug nach Xining – bewusst aus Tibet hinaus und nicht hinein, um die Kunde der alten Tradition zu verbreiten. Nicht Veränderungen wollen wir bringen, sondern das Alte bewahren im Gedächtnis der Welt! Verlängerung in Zentraltibet nach Gyantse, Shigatse & Samye möglich!
Tibets wilder Osten: Überland von Shangri La nach Lhasa
Tibets wilder Osten: Überland von Shangri La nach LhasaIhr Reiseverlauf
1.-2. Reisetag: Abflug Frankfurt nach Kunming
Von Frankfurt startet unser Flug vorauss. via Bangkok nach Kunming. Nach Ankunft in Kunming am Nachmittag des zweiten Tages erfolgt der Transfer ins Hotel. Sollte noch Zeit bleiben, besichtigen wir die Altstadt und den Konfuziustempel. Übernachtung im Hotel in Kunming.
3. Reisetag: Fahrt nach Dali: atmosphärische Altstadt pur!
Eine erste Überlandetappe bringt uns nach Dali. Am Nachmittag besichtigen wir die atmosphärische Altstadt. Wir besuchen den Santa Si Tempel mit seinen drei Pagoden und fahren dann zur südlichen Stadtmauer. Von einem der gemütlichen Teehäuser lässt sich die Stadt, der See und auch die Berge besonders stimmungsvoll genießen. Ein Spaziergang durch die Altstadt bringt uns zurück zum Hotel. (F)
4. Reisetag: Wanderung zum Cang Shan Berg & Dorfbesuch der Bai
Früh unternehmen wir einen Besuch des typischen Morgenmarktes in Xizhou nahe der Stadt. Im Anschluss besuchen wir eines der Dörfer der Bai, die hier noch nach ihren alten Traditionen leben. Dann geht es zum Cang Shan Berg; eine schöne, ca. 1,5-stündige Wanderung führt uns hinauf. Oben angekommen, werden wir mit einer wunderbaren Aussicht auf den See und die Stadt belohnt. Mit der Seilbahn gondeln wir dann gemächlich wieder bergab. Übernachtung im Hotel in Dali. (F)
5. Reisetag: Fahrradtour am Erhai See
Ein aktiver Tag liegt vor uns: Zunächst fahren wir zum Ufer des Erhai Sees. Hier erwarten uns unsere 'Drahtesel', mit denen wir an Bord eines der Boote nach Wase ans Südufer des Sees gelangen. Alle fünf Tage findet in dem kleinen Ort mit seinen Lehmziegelhäusern und Familienvillen ein Markt statt. Ansonsten lebt man hier vom Fischen. Per Fahrrad und zu Fuß erkunden wir den Ort und seine Umgebung bevor wir wieder per Boot über den See nach Dali zurückkehren. Es bleibt noch Zeit für einen schönen Bummel durch die Gassen der Altstadt. Übernachtung im Hotel in Dali. (F)
6. Reisetag: Busfahrt nach Lijiang / UNESCO Weltkulturerbe
Mit dem Bus fahren wir nach Lijiang (ca. 3-stündige Fahrt). Das Städtchen, das zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, liegt auf einem 2.600m hohen Plateau zu Füßen des imposanten Jadedrachen-Schneegebirges. Am Nachmittag besuchen wir die Altstadt, die ursprünglich von den Naxi besiedelt wurde, und deren architektonisches Erbe sich als besonders Erdbeben sicher gegenüber der modernen, chinesischen Bauweise erwiesen hat. Mit etwas Glück begegnet uns noch eine der Naxi-Frauen in ihrer aufwändigen Tracht, welche die alten religiösen Vorstellungen der Naxi vom Kosmos widerspiegelt. Übernachtung im Hotel in Lijiang. (F)
7. Reisetag: Per Rad zu Dörfern und Tempeln um Lijiang
Mit Fahrrädern wollen wir heute das Dorf Baischa besuchen. Es liegt etwa 10km nördlich von Lijiang und vermittelt einen guten Einblick in die Geschichte des Naxi-Volkes, denn es war ehemals die Residenz bevor Kublai Khan mit seinen Mongolen das Land einnahm. Am nördlichen Dorfrand lebt der berühmte Doktor Ho, dem die Anwesenheit von Besuchern nur selten verborgen bleibt. In der Nähe befindet sich auch ein Palast der Ming-Dynastie mit einigen interessanten Fresken, die daoistische, tibetische und auch buddhistische Einflüsse aufweisen. Per Fahrrad gelangen wir über das Dorf Yulong mit seinem Tempel aus dem 8. Jahrhundert nach Yufeng. Der dortige Yufeng-Tempel unterhalb des Berges Shangri wird noch heute von zahlreichen Pilgern besucht. Der Berg gilt den Tibetern als heilig. In Yuhu schließlich radeln wir vorbei am Haus des Forschers Joseph Rock, dem sich eine der ersten Forschungen über die Kultur der Naxi aus den 20er-30er Jahren verdankt. Übernachtung im Hotel in Lijiang. (F)
8. Reisetag: Durch die Tigersprungschlucht bis nach Zhongdian
Unsere Überlandfahrt bringt uns heute zu einem ganz besonderen Naturschauplatz: Ca. 100km nördlich von Lijiang bahnt sich der Yangtse-Fluss seinen Weg durch die berühmte Tigersprungschlucht, die als tiefste Schlucht der Welt gilt. Um die ungeheure Tiefe dieser Schlucht hautnah zu erleben, unternehmen wir vom Oberlauf aus eine ca. 2,5-stündige Wanderung durch den insgesamt 15km langen Canyon. Anschließend geht es per Bus weiter in die Berge nach Zhongdian. Übernachtung in Zhongdian. (F)
9. Reisetag: Zhongdian: Jahrhunderte alte Klosterkultur
Die alte tibetische Siedlung Zhongdian liegt auf etwa 3.300m Höhe. Hier in der Einsamkeit der Hochgebirgslandschaft mit ihrer tibetischen Kultur soll sich das vielgesuchte 'Shangri La' aus James Hiltons Roman 'Der verlorenem Horizont' befinden. Wir besuchen das Sungtseling Kloster, welches ursprünglich im Jahr 1681 errichtet wurde. In dieser abgelegenen Region hat sich der buddhistische Glaube über die Jahrhunderte trotz aller politischen Veränderungen bewahren können und mittlerweile leben wieder 400 tibetische Mönche innerhalb der Klostermauern. Am Nachmittag erkunden wir die kleine Stadt und einige der umliegenden, traditionell tibetischen Dörfer. Übernachtung im Hotel in Zhongdian. (F)
10. Reisetag: Fahrt nach Deqen: Klöster & Gletscher
Wir überqueren den Yangtse-Fluss und erreichen das Dingdrubling Kloster. Nach unserer Besichtigung geht es weiter durch das Hochgebirge über den Fhuolala Pass (4.000m) und den Baima Schneeberg Pass (4.292m). Dann fahren wir wieder bergab ins Tal von Deqen (3.480m). Ein recht unbekanntes Nonnenkloster in der Nähe wollen wir anschließend besuchen. Übernachtung im Hotel in Deqen. (F)
11. Reisetag: Per Jeep nach Markham: heiliger Schneeberg Meili
Ganz früh am Morgen startet unsere abenteuerliche Jeepfahrt in Richtung Lhasa. Die Straßen winden sich in endlosen Biegungen durch das Gebirge. Beim Feila Si Kloster beobachten wir einen der schönsten Sonnenaufgänge des Himalaya hinter dem Meili Schneeberg! Mit seinen 6.740m zählt er zu den höchsten Bergen in Yunnan. Der heilige Berg verweigert hartnäckig seine Besteigung. Schon viele Bergsteigergruppen mussten ihr Ziel aufgrund des wankelmütigen Wetters aufgeben. Nach dem Frühstück erwartet uns noch eine lange Fahrtetappe entlang des Mekongflusses (ca. 6-7 Stunden) bevor wir in Markham ankommen. Unterwegs besuchen wir eine für diese Region ungewöhnliche Kirche eines franzöischen Missionars aus den 20er Jahren nahe Yanjing. Übernachtung in einem einfachen Gasthaus in Yanjing oder Markham. (F/M/A)
12. Reisetag: Vorbei an tibetischen Dörfern nach Zogong (3.980m)/ Jeeptour
Eine zweite Etappe per Jeep durch die Serpentinen des Himalaya liegt vor uns. Wir überqueren den Mekong und passieren immerhin drei hohe Pässe, deren höchster - der Dongda Pass - auf 5.008m liegt. Unterwegs machen wir einige schöne Stopps in den tibetischen Dörfern am Wegesrand und entdecken auch eines der kleinen Landklöster. Übernachtung im einfachen Gasthaus in Zogong. (F/M/A)
13. Reisetag: Über den Gamala Pass via Baxoi nach Rawok / Jeeptour
Zunächst geht es nun etwas abwärts mit dem Jeep bis nach Bangda. Hier findet sich ein wichtiger Kreuzungspunkt alter Handelsstraßen der Routen Chengdu - Lhasa und Kunming - Lhasa. Über den Gamala Pass (4.618m) erreichen wir nach erlebnisreicher Fahrt den Ort Baxai. Ein ansteigende Weiterfahrt bringt uns anschließend via Rawok und den Ngajuk La Pass (4.468m) an den malerischen Rawok See (3.720m). In der Nähe des Sees übernachten wir im einfachen Gasthaus. (F/M/A)
14. Reisetag: Per Jeep nach Bome: Wanderung am Midui Gletscher
Vom Oberlauf des spiegelndblauen Hochgebirgssees aus wollen wir eine Wanderung zum Midui Gletscher unternehmen. Die Wanderung durch die beeindruckende Natur der Gletscherlandschaft dauert ca. 4 Stunden. Auf dem Rückweg besuchen wir ein kleines Dorf in der Nähe des Gletschers. Anschließend fahren wir ins ca. 100km entfernte Bome. Übernachtung im einfachen Gasthaus in Bome. (F/M/A)
15. Reisetag: Von Bome nach Nyingchi: Himalayapanorama / Jeeptour
Wieder besteigen wir unsere Jeeps. Von Bome aus gelangen wir über Tongmai an den Zusammenfluss des Tsangpo und des Parlung Tsangpo Flusses. Vom Serkhyem La Pass (4.515m) bietet sich uns ein unvergesslicher Panoramablick auf die beiden 'Siebentausender' Mt. Gyala Pelri und Mt. Namchak Barwa. Gegen späten Nachmittag kommen wir in Nyingchi (2.900m) an. Übernachtung im Hotel in Nyingchi. (F)
16. Reisetag: Jeepfahrt vorbei am Basum Tso See & Kloster Ganden nach Lhasa
Per Jeep fahren wir über Bahe an den Basum Tso See, in dem sich eine schöne Insel befindet. Wir besuchen das dortige Nyingma Kloster bevor wir unsere Fahrt auf der Hauptstraße nach Lhasa fortsetzen. Wenn die Zeit es erlaubt, statten wir heute dem berühmten Ganden Kloster unterwegs einen Besuch ab. Es ist eines der sechs größten Gelugpa Klöster in ganz Tibet. Schließlich liegt sie vor uns: Lhasa - die 'verbotene Stadt'! Übernachtung im Hotel in Lhasa. (F)
17. Reisetag: Lhasa: Potala Palast, Jokhang Tempel & Bakhor
Einen ganzen Tag haben wir Zeit diese außergewöhnliche und lange unzugängliche Stadt zu besichtigen. Längst hat auch hier die chinesische Moderne Einzug gehalten - doch versprüht die Altstadt rund um den Jokhang Tempel auf dem Barkhor noch immer einen unwiderstehlichen Charme. Wir genießen die Atmosphäre der Pilger von einem Teehaus am Jokhang Platz aus. Aus allen Provinzen Tibets reisen die Gläubigen an, um den Tempel mit kreisenden Gebetsmühlen zu umrunden und ihre Ehre zu erweisen. Nur noch wenige vermessen den Weg durch das gläubige Niederwerfen ihres Körpers. Ausführlich wollen wir natürlich den monumentalen Potala Palast, den ehemaligen Regierungssitz des Dalai Lama, mit seinen Hunderten von Zimmern erkunden. Übernachtung im Hotel in Lhasa. (F)
18. Reisetag: Lhasa: Drepung und Sera Kloster
Die umliegenden Klöster Drepung und Sera werden wir heute besuchen. Hier erleben wir den tibetischen Buddhismus zwischen hitzigen Klostergarten-Debatten und höchster, meditativer Spiritualität. Noch heute versorgen sich die meisten Klöster selbst, so dass aus den Küchen so manches Mal der Duft des Yakbutter-Tees entströmt. Gemeinsam mit den Pilgern streifen wir durch die alten, nach der Zerstörung durch den Einmarsch der chinesischen Besatzer mittlerweile wieder aufgerichteten Mauern der Klosteranlagen. Übernachtung im Hotel in Lhasa. (F)
19. Reisetag: Mit dem Hochgebirgszug nach Xining
Der neue Hochgebirgszug, die sog. Tibet-Bahn, zwischen Lhasa und Xining (bzw. Golmud) ist erst seit Juli 2006 in Betrieb und hat für viel politische Aufregung und Interesse gesorgt. Das Für und Wider abwägend haben wir uns entschieden, die Fahrtstrecke bewusst aus Tibet heraus und nicht hinein in unser Programm zu integrieren. Am Morgen startet der Zug vom Bahnhof in Lhasa und bietet auf der Fahrt auf einer Höhe von durchschnittlich 4.000m beeindruckende Ausblicke in die schneebedeckten Gipfel zu Seiten des Qinghai-Tibet-Plateaus. Sie durchfahren den höchstgelegenen Eisenbahntunnel der Welt auf 4.905 m und überqueren den 4.837m hohen Kunlun Pass. Übernachtet wird an Bord des Zuges in 4-Bett oder 6-Bett-Abteilen. (F)
20. Reisetag: Xining/ Kumbum Kloster - Flug nach Chengdu
Vormittags genießen Sie weiter die Fahrt auf dieser einzigartigen Strecke. Gegen Mittag erreichen wir Xining. Wenn die Zeit es erlaubt, fahren wir von hieraus mit dem Bus zum nahe gelegenen Kumbum Kloster aus dem 16. Jahrhundert, welches wir besichtigen wollen. Es ist eines der sechs Hauptklöster des Gelbmützenordens, dessen Gründer Tsongkhapa hier geboren worden sein soll. Nach der Besichtigung fahren wir zum Flughafen und fliegen nach Chengdu, Hauptstadt der Provinz Sichuan. Übernachtung im Hotel in Chengdu. (F)
21.-22. Reisetag: Rückflug von Chengdu nach Frankfurt
Tagsüber bleibt Zeit für individuelle Besichtigungen, z.B. für einen Spaziergang durch die Altstadt und ein geruhsames Heißgetränk im traditionellen Teehaus. Voraussichtlich am Nachmittag erfolgt der Transfer zum Flughafen und Flug zurück nach Frankfurt. Ankunft in Frankfurt am 22. Reisetag. (F)
Programmhinweise
Das SHOTON-KLOSTERFEST
Lauter Trompetenschall erklingt, würzige Weihrauchschwaden ziehen in den Himmel und weiße Hadas wehen durch die Lüfte wenn alljährlich die riesige Tangka im Kloster Drepung an der Felswand ausgerollt wird. Ein ohrenbetäubendes Sehvergnügen unter dem Jubel der herbeigeströmten Menschen! Dies ist das Startzeichen zum großen Shoton Klosterfest. Für nur wenige Stunden ist die heilige Tangka zu sehen bevor sie wieder ein ganzes Jahr im Kloster verwahrt wird. Shoton bedeutet auf tibetisch Joghurt. Einer alten Tradition folgend wurden die Mönche am Ende der dreimonatigen Fastenzeit von den Gläubigen mit einem Festmahl aus Joghurtspeisen bewirtet. Ein Dank für die fromme Einhaltung der Fastenregeln, die den Mönchen das Verlassen des Klosters untersagte. Später wurden tibetische Opern und Schauspiele zu diesem Festtag aufgeführt. Das Kloster von Drepung hat sich ab 1642 zum politischen, religiösen und kulturellen Zentrum entwickelt. Noch heute findet das Shoton-Festival hier und im Norbulingka statt und ist inzwischen zu einem vielbesuchten Volksfest mit Yak-Rennen und anderen Vergnügungen geworden.
Unsere Reise vom 24.07. – 14.08.2011 durch den Wilden Osten Tibets verweilt zum Zeitpunkt des Shoton Festivals in Lhasa. Am 10. August mischen wir uns unter die Festtagsgäste im Klosterhof und erleben die außergewöhnliche Stimmung beim Entrollen der großen Tangka.
Ein Hinweis zu den Überlandfahrten: Die einzelnen Fahrtetappen im Jeep lassen sich nur ungefähr abschätzen, da dies immer sehr vom Zustand der Straßen abhängig ist und diese wiederum witterungsbedingt beeinträchtigt sein können. Die einzelnen Etappen werden zwischen 6 und 9 Stunden Fahrtzeit in Anspruch nehmen. Stellen Sie sich auf schlechte Straßenverhältnisse ein. Meist sind die Straßen schmal und voller Schlaglöcher. Bei den Überlandstraßen in Tibet handelt es sich um ungeteerte Pisten, die sich abenteuerlich über Hochebenen und über 5.000 Meter hohe Pässe winden. Seien Sie darauf vorbereitet, auf den Überlandetappen ordentlich durchgeschüttelt zu werden – die Fahrten sind aufgrund des Zustands der Straßen und der Höhe sehr anstrengend. Unterwegs sind an allen Tagen immer wieder Stopps und kürzere Besichtigungen mit kleinen Fußmärschen zu Klöstern & Dörfern sowie eine längere Wanderung an Tag 14 beim Midui Gletscher (ca. 4-stündige Wanderung) vorgesehen. Die Überlandfahrt erfolgt in Toyota-Jeeps mit 3-4 Teilnehmern pro Wagen.
Sollten einige Teilnehmer die Zugfahrt explizit nicht wünschen, besteht auf Anfrage die Möglichkeit, aus Lhasa direkt via Chengdu oder Kathmandu heraus zu fliegen.
Wir sind uns der hitzigen, politischen Diskussion um den Bau der Tibet-Bahn bewusst und haben uns - das Für und Wider aller Seiten abwägend - entschieden, die Fahrt mit dem Zug aus Tibet heraus in unser Programm aufzunehmen. Ausführlich informieren wir alle Teilnehmer über die politischen Konflikte um den Bau auf Permafrostböden, die Arbeitsbedingungen und die Befürchtungen der Tibetinitiativen, vor einer Überfremdung des Landes, die die Tibeter immer mehr zu einer Minderheit in der eigenen Region werden lässt. Fortschritt macht auch vor dem Himalaya nicht halt und so bevorzugen wir eine friedliche Nutzung der Züge, welche die Informationen aus dem abgeschiedenen Land in die Welt hinausträgt. Sollten einige Teilnehmer die Zugfahrt explizit nicht wünschen, besteht auf Anfrage die Möglichkeit, aus Lhasa direkt via Chengdu oder Kathmandu heraus zu fliegen.
Und noch ein kleiner Hinweis: Das Besucherinteresse am Potala Palast in Lhasa ist im Laufe der letzten Jahre enorm angestiegen. Um der Ströme von Touristen in den z.T. engen und dunklen Räumen Herr zu werden, reglementieren die örtlichen Behörden den Besuch mit der Vergabe von Eintrittskarten zu festgelegten Zeitfenstern. Auf die Zeitenvergabe haben wir leider keinen Einfluss, so dass vor Ort das Besichtigungsprogramm entsprechend an die zugeteilten Besuchszeiten angepasst werden muss.
Wir bitten Sie um große Flexibilität und Offenheit für spontane Ereignisse. Natürlich werden wir alles daran setzen, den geplanten Reiseablauf einzuhalten. Es kann jedoch sein, dass organisatorische, politische und aktuelle Gründe eine Anpassung des Reiseablaufes im Interesse der Teilnehmer erfordern – bitte seien Sie hierauf vorbereitet. Die Reise erfordert auch die Mithilfe der Teilnehmer, so sollten Selbstständigkeit, Mithilfebereitschaft, Flexibilität und tolerante Zurückhaltung selbstverständlich sein.
Im Reisepreis enthalten
- Linienflüge Frankfurt - Kunming / Chengdu - Frankfurt in Economy Class (Umsteigeverbindung)
- Flug Xining - Chengdu in Economy Class
- Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Frühstück: 14 x Mittelklassehotel (3*), 4 x einfache Gasthäuser (1 - 2*), 1 x im Zug im 4 - Bett oder 6 - Bett - Abteil (1. oder 2. Klasse ohne Verpflegung)
- Rundreise mit Bus, Jeep und Zug
- Ausflüge, Besichtigungen inklusive Eintrittsgeldern und Transfers wie im ausführlichen Reiseverlauf beschrieben
- Verpflegung wie aufgeführt (F = Frühstück, M = Mittagessen oder Picknick - Lunch, A = Abendessen)
- Deutschsprechende Reiseleitung und örtliche, Englischsprechende Guides
Im Reisepreis nicht enthalten
Wunschleistungen
- Rail & Fly - Zugticket (innerdeutsch in der 2. Klasse):
75,- € - Visum & Bearbeitung Tibet: ab
95,- €
- Mindestteilnehmerzahl: 7
- Maximale Teilnehmerzahl: 14
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17 Tage ab 2.990,- €





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