Birma - Blicke hinter den Bambusvorhang
Reise Nr. 565
Die Sonne geht in glühenden Farben über dem Inle-See auf. Nebelschwaden beginnen sich allmählich zu lichten und geben die Schatten der Boote, die langsam über das Wasser gerudert werden, frei... Myanmar, das frühere Birma, ist ein Land abseits der üblichen Reiseziele Südostasiens, dabei steht es seinen Nachbarn an kulturellen Schätzen und Naturschönheiten in nichts nach. Grund für den bisher noch geringen touristischen Zustrom ist die lange politische, wirtschaftliche und kulturelle Isolation infolge der Diktatur. Gerade diese Bedingungen führen dazu, dass Sie noch dem 'echten Birma' mit seiner unverkennbaren nationalen und kulturellen Eigenheit begegnen können – vom kilometerweiten Ruinenfeld von Bagan hin zum faszinierenden Marionettenspiel in Mandalay. Beim Besuch kleiner Handwerksbetriebe erhalten wir tiefe Einblicke in die jahrhundertealte traditionelle Kultur des Landes. Begleiten Sie uns per Rad, Boot oder zu Fuß bei den Entdeckungen im Land mit seinen aufgeschlossenen und herzlichen Menschen.
Reiseverlauf:
1 – 2. Tag: Abflug Deutschland
Mittags um 12.00 Uhr Abflug von Frankfurt/M. nach Yangon mit Zwischenlandung in Singapur. Ankunft am nächsten Vormittag. Transfer zum Hotel und erste Begrüßung. (-/-/-) 2 Übernachtungen im Hotel in Yangon.
3. Tag: Erste Streifzüge durch Yangon
Yangon ist die Hauptstadt Myanmars und bietet entsprechend viele Sehenswürdigkeiten. Zu Fuß und per Bus lassen sich die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Yangons gut erreichen und gleichzeitig das Flair dieser bunten Stadt erfassen.Nach dem Frühstück beginnen wir mit dem Besuch der Sule Pagode, die über 2000 Jahre zurückdatiert, bummeln durch den Mahabandoola Park mit seinem Unabhängigkeitsdenkmal, spazieren durch die Innenstadt und über den riesigen Bogyoke Market. Weite Straßen, ordentlich angelegte Stadtplanung und vernachlässigte öffentliche Gebäude lassen Visionen der britischen Herrschaft wieder aufleben, während die stark befahrenen Straßen und durch die Blätter der Baumwipfel schillernden Pagoden von der reichen einheimischen Kultur zeugen. Noch ist die Hauptstadt nicht von Wolkenkratzern und leuchtenden Neonreklamen überfüllt. Am Nachmittag besuchen wir die Kyaukhtatgyi Pagode, die einen 70 m langen liegenden Buddha beherbergt. Der Kandawgyi See mit der königlichen Barke bietet gute Fotomotive. Am späten Nachmittag schließlich erwartet uns die weltberühmte, 2.580 Jahre alte, goldene Shwedagon-Pagode, die Somerset Maugham wie folgt beschrieb: 'Die Shwedagon erhebt sich stattlich, mit ihrem Gold glänzend, wie ein plötzlicher Hoffnungsschimmer in der dunklen Nacht der Seelen, von der die Mystiker schreiben, gleißend im Nebel und Rauch der pulsierenden Stadt.' Diese massive glockenförmige Stupa erhebt sich 100 m über die umliegenden Berge. Wir wandern durch dieses prächtige Bauwerk und seine Höfe, Stupas, Glocken, Tempel und Buddhafiguren, und sehen religiöse und weltliche Besucher aus aller Herren Länder. Shwedagon ist das Wahrzeichen von Myanmar und das buddhistische Zentrum des Landes mit über 100 Bauwerken rund um einen mit Goldplatten belegten Stupa. Genießen Sie den Sonnenuntergang über der Pagode! (F/-/-)
4. Tag: Kyaikhtiyo – der Goldene Felsen
Früh morgens, Fahrt über Bago nach Kyaikhto (ca. 4-5 Std.), vorbei an dem Kriegsdenkmal des zweiten Weltkriegs, das den 27,000 Soldaten der Commonwealth-Streitkräfte gewidmet ist, die in Burma gefallen sind. Wir fahren auch über die Sittaung Brücke, wo die Aktivitäten am Flussufer nur so brummen, mit kleinen Märkten am Wasser und dem Kommen und Gehen von kleinen Flussbooten mit Passagieren und Frachtgut. Von Wasserbüffeln gezogene Karren fahren gemächlich die Landstraße entlang. Unterwegs erleben wir das Leben der Fischer am Fluß und besuchen einer Töpferei. Nach einer Erholungspause am Fuße des Berges in der Gemeinde Kyaikhtiyo geht es mit einem öffentlichen Truck bis zum Basislager am Berg. Von dort aus geht die Reise zu Fuß weiter, zwischen vielen anderen Pilgern auf dem 1.000 Jahre alten Weg hinauf zum goldenen Felsen (ca. 45 min). Im Abendlicht besichtigen wir die Golden Rock-Pagode von Kyaikhtiyo. Die Pagode, ein wichtiger birmanischer Wallfahrtsort, besteht aus einer kleinen Stupa, die man auf einen rundum mit Blattgold belegten Granitfelsen gebaut hat. Der Felsen sieht aus, als würde er jeden Moment in den Abgrund stürzen und wird - wie behauptet wird - 'auf den Haaren Buddhas an Ort und Stelle gehalten' . Lange Zeit war es Nicht-Birmanen unmöglich, die Pagode zu besuchen, da sie in einer erst kürzlich für Ausländer geöffneten Zone liegt. Genießen Sie am späten Nachmittag die Aktivitäten am Schrein, bevor sie ins Hotel zurückkehren. (F/-/-) 1 Übernachtung im Kyaikhto Hotel auf dem Berg. (Aufstieg: ca. 45 min. Dieser breite Pfad ist relativ steil, jedoch nicht holperig, und alle 50-100 m befindet sich ein Unterschlupf, wo man sich ausruhen und etwas Kühles trinken kann. Gepäckträger stehen bereit um zu helfen, falls Sie dies wünschen, und allen, die nicht zu Fuß gehen wollen, steht eine Sänfte zur Verfügung.)
5. Tag: Auf nach Bago (Pegu)
Wer möchte kann noch einmal im frühen Morgenlicht die Pagode besuchen bevor wir uns auf die Weiterreise zurück Bago machen (ca. 3 Std.). Bago, die alte Hauptstadt des Mon Königreiches aus dem 15. Jhdt., zählt zu den ältesten Städten im Lande. Bagos über 2.000 Jahre alte Shwemawdaw Pagode, die mit einer Höhe von 114 m die höchste Pagode in Myanmar, gehört zu den meistverehrten Tempelanlagen im Lande und fraglos auch zu den schönsten. Wir besuchen auch die Shwetharhlaung Pagode, mit ihrem riesigen liegenden Buddha, der über 1000 Jahre alt ist, bummeln über den bunten Markt von Bago mit verschiedenen Gemüsesorten, Blumen und Handelswaren und lernen in einem kleinen Familienbetrieb wie die einheimischen Zigarren 'Cheerots' herstellt werden. Abends kurzer Spaziergang zu den vier Buddhas von Kyaikpun. (F/-/-) 1 Übernachtung im Hotel in Bago.
6. Tag: Der bunte Markt von Bago (Pegu)
Transfer zum Bahnhof für den Tageszug nach Thazi (ca. 7:00 bis 16:00). Der Blick aus dem Zugfenster zeigt uns die wechselhafte Landschaft mit weiten Ebenen und vielen Pagoden. Allmählich steigt der Zug hinauf in Hügel- und Bergland. Nach Ankunft in Thazi fahren wir mit dem Bus weiter nach Meiktila (ca. 40 Minuten). (F/-/-) 1 Übernachtung im einfachen Hotel in Meiktila.
7. Tag: Ankunft in den Shan-Bergen / Radeln an den Inle See
Von Meiktila geht es ganz früh morgens per Bus weiter in das Dorf Aung Ban, wo wir uns bei einer leckeren Nudelsuppe erfrischen. Der Ort liegt eingebettet in eine wunderschöne Landschaft. Nach einer kurzen Rast an diesem Kreuzungspunkt verschiedener Straßen mit einer faszinierenden Mischung verschiedenster Reisender geht es weiter in Richtung Osten. Von Shwe Nyaung fahren wir das letzte Stück nach Nyaung Shwe, eine kleine Stadt am nördlichen Ende des Inle Sees, mit dem Rad (ca. 1,5 Std.). Dort erwarten uns die beeindruckenden schwimmenden Gärten, die ein Dickicht von Wasserhyazinthen und Gemüse beherbergen. Der Nachmittag ist frei – Sie können sich von der gestrigen Zugfahrt erholen oder auch schon einmal am Ufer des Sees entlang schlendern. Unser Hotel befindet sich in einem ruhigen Stadtteil von Nyaung Shwe, nur wenige Minuten zu Fuß vom Markt entfernt und auch zur Bootsanlegestelle benötigt man nur ca. 20 Min. zu Fuß. (F/-/-) 3 Übernachtungen im Hotel in Nyaung Shwe. (Radtour: einfach, eben, aber ungeteerte Sandwege, ca. 1,5 Std.)
8. Tag: Faszination Inle-See
Die Perspektive vom Wasser ist die beste Möglichkeit, das Leben am See zu erkunden. Darum werden wir heute den Großteil des Tages auf dem Inle See verbringen, der inmitten der Shan-Berge liegt und 25 km lang ist. Von dem Boot können wir uns in die Lebensweise der am oder auf dem See lebenden Bevölkerung einfühlen und u.a. die sog. 'Einbeinruderer' beobachten. Die Fischer benutzen diese Technik, um die Hände für die Netze frei zu haben. Wir werden schwimmende Dörfer und Märkte besuchen und uns über die Springenden Katzen des Nga Phe Chaung Klosters wundern. Heute werden Sie auch rausfinden, was die berühmten Shan Crackers bei den Burmesen so beliebt macht. In einem kleinen Intha-Dorf werden wir mit einer Familie zusammen die beliebten Shan Crackers herstellen, die dann auf dem Markt verkauft werden. Am Nachmittag fahren wir mit einem kleinen Kanu durch die schwimmenden Gärten. Die schwimmenden Beete werden im seichten Wasser, das meist nur etwa 3 Meter tief ist, festgemacht und tragen reichlich Früchte, die mehrmals jährlich geerntet werden können.(F/-/-)
9.Tag: Inle-See selbst entdecken
Nach dem Frühstück führt uns eine einstündige Wanderung den Taunggyi Berg hinauf zur Tha-Eing Pagode, einem sehr atmosphärischen Höhlentempel. Bei einem Gespräch mit den hier lebenden Mönchen, können wir mehr über den Buddhismus und die verschiedenen Meditationstechniken erfahren. Der Nachmittag steht Ihnen dann zur freien Verfügung. Optional können Sie noch eine Bootstour an den Dörfern der Küste entlang unternehmen oder einen Radausflug nach Kekku machen. Die Fahrräder stehen bereit. (F/-/-) (Wanderung: einfach, ca. 2 Std. erst bergauf, dann bergab)
10. Tag: Per Rad durchs Bergland nach Pindaya / Pindaya Caves
Nach dem Frühstück fahren wir über Shwe Nyaung nach Aungan (ca 1 ½ Stunden). Von hier fahren wir die wegen ihrer Schönheit bekannte Strecke nach Pindaya mit dem Rad (ca. 4-5 Std.). Unterwegs kommen wir an kleinen Dörfern der verschiedenen Bergvölker vorbei und picknicken im Grünen. Besuch der berühmten Höhle von Pindaya, in der sich mehr als 8.000, teils sehr alte Buddhastatuen befinden (vom Höhleneingang bietet sich ein herrlicher Blick auf die bergige Landschaft) sowie einer Papierschirmherstellung. Der Rest des Nachmittages steht zu Ihrer freien Verfügung. (F/L/-) 1 Übernachtung im Hotel in Pindaya.
11. Tag: Wanderung durch Bergdörfer nach Phaung Daw
Nach dem Frühstück beginnt unsere 2-tägige Trekkingtour nach Kalaw. Die Straße und der Pfad führen durch wunderschöne Landschaft. Unterwegs besuchen wir Dörfer der Danu, Taung Yoe und der Shan, picknicken in einem Danu-Dorf und besuchen nach Möglichkeit eine kleine Landschule. Unser lokaler Guide stellt uns die Dorfbewohner vor und zeigt uns deren traditionelle Lebensart. Der Weg geht auf und ab. Entlang des Weges bauen die Einheimischen Kartoffeln, Kaffee, Ingwer, Malzreis, Kohl, Blumenkohl und Sesam an. Am späten Nachmittag erreichen wir Phaung Daw, ein typisches Dorf der Danu mit einem alten Holzkloster. Dabei können wir mit dem Abt des kleinen Klosters reden, der gleichzeitig Lehrer und Bürgermeister ist, uns lokale Traditionen und Bräuche erklären lassen und gemeinsam mit den Dorfbewohnern traditionelle Musikinstrumente, Gesänge und Tänze üben. Auch kann man hier über die gemeinsame Arbeit auf Teeplantagen, bei der Ernte von Tabakblättern und dem Trocknen von Knoblauch lernen. Abendessen und Übernachtung in Phaung Daw. (F/M/A) 1 Übernachtung im Gemeinschaftsraum des Dorfklosters oder bei Familien. (Wanderung: ca. 5-6 Std., moderat, bergauf-bergab ohne anstrengenden Steigungen; von 1.066 Meter auf 1.000 Meter Höhe.)
12. Tag: Wanderung nach Kalaw
Heute führt uns unsere Wanderung weiter nach Kalaw (ca. 6 Std.). Unterwegs erleben wir wie die Leute Früchte wie Avocados, Bananen, Orangen, Jackfrüchte, Papayas und Zwetschgen anbauen. Unser Fremdenführer wird uns auch die Ooh Meh-Höhle zeigen, die 30 Minuten vor Zedigon liegt. Die Ooh Meh-Höhle ist größer als die Pindaya-Höhle, aber man kommt nur 30-50 m weit hinein. Anschließend besuchen wir die Dorfbewohner von Taung Ni (Palaung). Diese Menschen leben von der Landwirtschaft und gelegentlich von der Jagd. Sie wohnen in langen Häusern, wobei sich je 4-5 Familien eine dieser einstöckigen Bauwerke teilen. Mittagessen im Dorf Pane Hne Pin. Nach dem Mittagessen wandern wir noch 1½ Stunden nach Kalaw, das auf 1.400 Meter gelegen ist. In diesem Gebiet werden Orangen, Teeblätter und Cordiablätter angebaut. (F/M/-) 1 Übernachtung in einem einfachen Hotel in Kalaw. (Wanderung: ca. 6,5 Std., anstrengender, vor allem durch die Länge, bergauf-bergab ohne anstrengenden Steigungen; von 1.000 Meter auf 1.400 Meter Höhe.)
13. Tag: Busfahrt nach Mandalay – die ”Goldene Stadt”
Früh morgens besuchen wir den bunten Markt der einstigen ”Hillstation” der britischen Verwaltungsbeamten, Kalaw. Anschließend fahren wir mit dem Bus nach Mandalay (ca. 6 Std.). Eine recht lange, aber wunderschöne Fahrt, bei der wir unterwegs das ländliche Birma auf uns wirken lassen können. Mandalay, die ”Goldenen Stadt”! Hier dominieren Fahrräder, Fahrradrikschas und Pferdewagen den Verkehr. In dieser Stadt findet man eine herzliche, sehr gemischte Bevölkerung, landschaftliche Schönheit und eine starke buddhistische Kultur. Nach Ankunft besuchen wir die ursprünglich im Jahre 1784 von König Bodawpaya erbaute Mahamuni Pagode, mit dem vergoldeten Mahamuni-Buddha, der ältesten buddhistischen Statue Myanmars. Am späten Nachmittag lernen wir die Kunst des Marionetten-Baus beim Besuch von Mandalays berühmtesten Marionettenhersteller. (F/-/-) 3 Übernachtungen im Hotel in Mandalay.
14.Tag: Mandalay, die ”goldene Stadt” – Ausflug nach Mingun
Nach dem Frühstück beginnt unsere halbtägige Exkursion nach Mingun. An der Bootsanlegestelle haben wir ausreichend Zeit um das rege Treiben am Flussufer zu beobachten bevor es mit einem Boot den Fluss hinauf zur alten Hauptstadt Mingun geht (ca. 1 Std. pro Weg). Hier besuchen wir die Settawya Pagode, mit einem Fußabdruck Buddhas, gehen zur Mingun Glocke, der größten noch intakten Glocke der Welt, sehen die unvollendete Mingun Pagode aus der Nähe an, die als größte Pagode der Welt gebaut wurde, und besuchen die Hsinbyume Pagode, eine Reproduktion des mythologischen Bergs Mt. Meru. Möchten Sie einmal mit dem Ochsenkarren fahren? Neben den Pagoden, für die Mandalay so bekannt ist und dem zerstörten Königspalast locken bunte Märkte, auf denen eine Unmenge verschiedenster Produkte angeboten werden. Im Viertel der Handwerker besuchen wir Holzschnitzer, Goldblättchen-Hersteller und Marmorarbeiten. Nachmittags besuchen wir das Shwe Kyaung Kloster und sehen das größte Buch der Welt mit Seiten aus Stein. Am Nachmittag besichtigen wir das Shwenandaw Kloster, das berühmt ist für seine exquisiten Holzschnitzereien, die Kuthodaw Pagode, die wegen ihrer Steintafeln mit buddhistischen Schriften als das größte Buch der Welt bekannt ist und die Kusinara Pagode, mit einem kleinen Museum, wo Ihnen die Mönche gern die berühmte Peshawar-Reliquie zeigen. Am späten Nachmittag steigen wir die 1729 überdachten Stufen hinauf zum 236m hohen Mandalay Hügel. Nach jedem Treppenintervall stehen kleine Tempel mit Buddhafiguren. Immer wieder bieten sich überwältigende Aussichten aus immer neuen Perspektiven. Am beeindruckendsten ist ein fantastischer Sonnenuntergang über dem Irrawaddy. Nach dem Abendessen besuchen wir schließlich das Marionettentheater von Daw Ma Ma Naing, wo die international bekannten Puppenspieler uns in einer zweistündigen Vorstellung einen Eindruck von der hohen Kunst des burmesischen Puppenspiels zeigen. (F/-/-)
15. Tag: Zur Teakbrücke von Amarapura und per Pferdekutsche durch Immwa
Heute machen wir einen Ausflug zur 'Stadt der Unsterblichen', Amarapura, die jüngste der Königsstädte in der Umgebung Mandalays. Sie schließt direkt an Mandalay an und wächst allmählich mit dieser zusammen. Die Bevölkerung lebt heute vor allem von der Seiden- und Baumwollweberei. In jedem zweiten Haus steht ein Webstuhl. Außerdem werden hier Buddhafiguren und Glocken aus Bronze hergestellt. Die berühmte, aus Teak gebauten, 1,2km langen U-Bein-Brücke erscheint im frühen Morgenlicht wie ein Traum. Anschließend besuchen wir das Mahagandayon Kloster, eines der größten in Myanmar, das jährlich zur Fastenzeit über 1000 Mönche beherbergt! Täglich vor 11 Uhr bildet sich eine lange Reihe Hunderter von Mönchen, die geduldig warten, um ihre Tagesmahlzeit in Empfang zu nehmen. Außerdem wird hier die alte Seiden- und Baumwollwebkunst mit Handwebstühlen noch sehr rege betrieben. Am Nachmittag fahren wir nach Ava/Innwa (halbstündige Fahrt mit dem Bus, kurze Überfahrt mit der Fähre). Ava (Inwa) war ab 1364, mit kleineren Unterbrechungen, fast fünf Jahrhunderte lang die bedeutendste Königsstadt des Landes. Wie erkunden per Pferdekutsche die kleine ländliche Insel am Zusammenfluss des Myitnge-Flusses und des Ayeyarwady mit seinen wunderschönen alten Klöstern und dem schiefen Turm. Das Bagayar Kloster gilt bis heute als eines der schönsten traditionellen Holzklöster. Rückkehr nach Mandalay. (F/-/-)
16. Tag: Flussfahrt nach Bagan (Pagan)
Früh morgens, fahren wir zur Gaw Wein Anlegestelle. Den Tag verbringen wir auf dem Expressboot nach Bagan (ca.10 Std.). Die Bootsfahrt auf dem Irrawaddy, der eine wichtige Verkehrsader Myanmars darstellt, ist ein besonderes Erlebnis – wenn auch ohne großen Komfort. Im langsamen Vorüberziehen an der ruhigen Landschaft kann man das Leben der Menschen an den Ufern betrachten und daran die Bedeutung des Flusses für die Birmaner erkennen. Schließlich erreichen wir Bagan. Tausende von zerfallenen Pagoden erheben sich majestätisch aus der Ebene zu diesem zeitlosen Anblick und erinnern an den Ruhm ihrer Vergangenheit. Die Sonnenuntergänge von einem der Tempel sind wunderschön und unvergesslich. Abends erfahren Sie einiges spannendes über die Geschichte und Architektur Bagans. (F/-/-) 4 Übernachtungen im Hotel in Bagan.
17. Tag: Ruinen von Bagan und Nyaung U per Fahrrad
Heute erkunden wir Bagan, dessen Grundstein schon im 2.Jh. n.Chr. gelegt wurde und das bis ins 14.Jh. Hauptstadt der birmanischen Könige war, per Fahrrad. Hier ist das an historischen Bauten größte und reichste Ruinenfeld Südostasiens, nach Ansicht vieler an Ausmaß und Ausdruck sogar das kambodschanische Angkor übertreffend. Heute ist Bagan nunmehr ein Dorf, das eine unendliche Ruhe ausstrahlt. Die Bewohner leben v.a. von der Herstellung von Lackarbeiten und der Landwirtschaft. Immer wieder hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Bagan-Ebene: zahllose Pagoden und Tempel säumen die Flussufer. Zwischen den Tempeln gibt es ein birmesisches Picknick. (F/L/-)
18. Tag: Mount Popa
Nach dem Frühstück Fahrt zum Popa Berg (ca. 1½ Std. Fahrt), einem erloschenen Vulkan, der sich 442 v. Chr. bei einem Erdbeben erhob. Der 'Blumenberg', der durch die Vulkanasche so fruchtbar ist, wird von den Birmanern auch 'Heimat der Götter' genannt. Er gilt vielen als das Herz von Birma, bei dem man Kraft und Weisheit empfängt. Den Komplex von Klöstern und Pagoden auf dem Berg erreichen wir über 777 Stufen. Unterwegs besuchen wir einige Dörfer und sehen zu, wie aus den Palmen der Saft gewonnen und danach zu Palmzucker verarbeitet wird. Die einsame vulkanische Felsenspitze des Popa Berges, die sich aus der flimmernden Hitze erhebt, ist die Heimat der mächtigsten 'Nats' (Naturgötter) Myanmars. Wir besuchen das Nat Museum mit lebensgroßen Statuen der 37 Nat Götter und erklimmen die Stufen zu den Stupas und Schreinen auf dem Gipfel über dem Museum. Unterwegs treffen wir zahlreiche Pilger. Für den Nachmittag steht ein Besuch des Popa Mountain Park Informationszentrums auf dem Programm. Es wird vom Ministerium für Natur und Artenschutz betrieben. Dieses Gebiet beheimatet über 150 Gattungen verschiedener Arzneipflanzen und Tiere. Ein kurzer Nachmittagsausflug durch den Wald bringt uns zu einer Sandelholzplantage. Am späten Nachmittag Rückkehr nach Bagan, wo wir den Sonnenuntergang von einer Pagode aus beobachten können. (F/-/-)
19. Tag: Burmesische Küche in Bagan
Gearbeitet hat er viele Jahre als Küchenchef in einem der besten Hotels in Bagan. Heute arbeitet U Hla Tun Oo überwiegend als Reiseleiter und bringt uns gern die burmesische Küche etwas näher. Grundnahrungsmittel ist Reis (htamin). Reis gibt es zu jeder Mahlzeit. Dazu gehören in Myanmar traditionell milde Currys (tha-hin). Sie bestehen aus Gemüse, Gewürzen und Garnelen, (ba-zun), Huhn (tschet), Fisch (nga), Schwein (we-tha), Rind (ameh-da) oder manchmal auch Hammel. Zu jedem Curry gibt es außer Reis eine Schale mit Gemüse und eine Suppe (klare oder Linsensuppe), oft auch noch frischer Salat mit Zwiebeln und Chilis. Besuch einer Lack-Herstellung Manufaktur. Früh morgens fahren wir mit der Pferdekutsche zum Markt. Hier finden wir alle Zutaten und Lebensmittel, die wir später bei einem Kochkurs zu unserem persönlichen Festmahl zubereiten. Der Küchenchef ist wirklich sehr gut und Sie werden bestimmt viel Spass haben! Der Nachmittag steht Ihnen dann zur freien Verfügung. Noch einmal haben Sie Zeit, diese faszinierende Gegend per Fahrrad oder Pferdekutsche zu erkunden. Bei Nyaung U gibt es eine geheimnisvolle Tempelgrotte, die auf mehreren Ebenen in den Hang gebaut ist. Die Märkte von Nyaung U sind für Ihre Farbenpracht bekannt. Oder möchten Sie das Gebiet vom Heißluftballon aus sehen? Ein einmaliges Erlebnis (ca. 250 US$). (F/M/-)
20. Tag: Flug nach Yangon / zur freien Verfügung
Morgens kurzer Flug nach Yangon. Noch einmal hat heute jeder für sich Zeit, die Hauptstadt Birmas zu erkunden oder shoppen zu gehen. Abends genießen wir noch einmal die Atmosphäre der Stadt bei einem gemeinsamen birmesischen Abschiedsessen. (F/-/A) 1 Übernachtung im Hotel in Yangon.
21. Tag: Abschied von Birma
Nach einem ausgiebigen Frühstück verabschieden wir uns von Birma und steigen abends ins Flugzeug nach Hause. (F/-/-)
22. Tag: Ankunft in Frankfurt
Etwa mittags landen Sie in Frankfurt.
(Verpflegung: F = Frühstück, L = Lunchpaket, M = Mittagessen, A = Abendessen)
Programmhinweise:
Fahrradtouren: Tagestouren von ca. 20–45 km, auf wenig befahrenen befestigten Nebenwegen, größtenteils flache Strecken, Tourenräder (Trekking) unterschiedlicher Größe mit 21-Gang-Schaltung (südostasiatische Fabrikate); keine Gepäckträger. Anstrengendste Strecke ist die Fahrt von Aung Ban nach Pindaya: ca. 4-5 Stunden, hügelige Strecke. Es besteht immer die Möglichkeit in den Begleitbus umzusteigen.
Für die Wanderungen von 4-5 Std. (ca. 400 Höhenmeter) bei Pindaya ist normale Kondition ausreichend. Übernachtung in einem Bergdorf. Bitte beachten Sie, dass das Klima tropisch warm und mit hoher Luftfeuchtigkeit sein kann, von Oktober bis April relativ trocken.
Generelle Hinweise:
Änderungen, die den Charakter der Reise nicht beeinträchtigen, sind vorbehalten.
Exklusiv:
Im Reisepreis enthalten
- Flug: Frankfurt - Yangon - Frankfurt in Economy Class
- Inlandsflug Bagan–Yangon mit Air Bagan, Air Mandalay oder Yangon Airways
- Transfers im klimatisierten Charterbus
- Zugfahrt Bago – Thazi
- Insg. 19 Übernachtungen (DZ): 18x in Mittelklassehotels (Du/WC) , 1x in einem Dorf (Gemeinschaftsraum)
- 19x Frühstück, 4x Mittagessen/Picknick, 2x Abendessen
- Programm - Details: Ausflüge und Besichtigungen laut Detailprogramm. Stadtführungen in Yangon, Bago, Mandalay. 3 geführte Fahrradtouren am Inle - See, nach Pindaya und in Bagan. Pferdekutschfahrten in Innwa und Bagan. Bootstour und Kanufahrt auf dem Inle - See. Bootsfahrt Mandalay–Bagan. 4 Wanderungen. Marionettentheater. Kochkurs
- Eintritte
- Qualifizierte ONE WORLD - Reiseleitung in Deutsch
- Englisch sprechende lokale Guides
- Infomaterial
Im Reisepreis nicht enthalten
Visum (zzt. 25 USD bei der Einreise oder vorab 26 € + 12 € Gebühren), An- und Abreise nach/von Frankfurt Flughafen: Rail & Fly (zur Zeit 68 €) oder Zubringerflüge nach Frankfurt (auf Anfrage möglich, momentan 200 €), Flughafen-Ausreisesteuer (zzt. 10 US$), Verpflegung, soweit nicht anders im Programm erwähnt (ca. 12-20 € pro Tag), Trinkgelder (etwa 100 €), Getränke, Reiseversicherungen
Wunschleistungen
- Rail & Fly:
68,- €
- Mindestteilnehmerzahl: 8
- Maximale Teilnehmerzahl: 14
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